MBN er­wirbt Teck­len­bur­ger Ho­tel

Seit Jah­ren De­bat­te um Sa­nie­rung oder Ab­riss – Ver­ant­wort­li­che schwei­gen zu kon­kre­ten Plä­nen

Neue Osnabrucker Zeitung - Hagen, Hasbergen - - RUND UM OSNABRÜCK - Von Ruth Ja­co­bus Fo­to: Kla­ne

Das Ho­tel „Burg­graf“und das be­nach­bar­te Ein­fa­mi­li­en­haus sind ver­kauft. Das Bau­un­ter­neh­men MBN aus Georgsmarienhütte hat die Im­mo­bi­li­en er­wor­ben. Die Ver­trä­ge sind un­ter­schrie­ben und be­ur­kun­det. Das be­stä­tig­te das Un­ter­neh­men ges­tern auf An­fra­ge. Mit wei­te­ren Aus­künf­ten hielt sich der Fir­men­ver­tre­ter zu­rück.

GEORGSMARIENHÜTTE. Die Tin­te ist tro­cken und die Rea­li­sie­rung des neu­en „Burg­gra­fen“nun kein Wunsch­den­ken mehr. Auch Teck­len­burgs Bür­ger­meis­ter Ste­fan Streit be­zieht öf­fent­lich noch nicht Stel­lung,

Am 22. De­zem­ber 1962 er­schien die­ses Bild in der Zei­tung. Zwei Jah­re spä­ter wur­de das neue Ho­tel am Burg­berg er­öff­net, das nun be­reits seit vie­len Jah­ren im Dorn­rös­chen­schlaf liegt. möch­te zu­nächst die Rats­frak­tio­nen in­for­mie­ren. Doch ei­nes gibt er ger­ne zu: „Ich freue mich tie­risch.“

Ein Ho­tel na­mens „Burg­graf“hat in Teck­len­burg ei­ne lan­ge Tra­di­ti­on. Das ers­te Haus mit die­sem Na­men wur­de 1902 ein­ge­weiht. Vie­le Türm­chen präg­ten das Ju­gend­stil-Haus, das 1959 ab­ge­ris­sen wur­de. Dort ent­stand spä­ter die Kreis­ver­wal­tung. Da­mals wie heu­te be­müh­te sich die Stadt um ei­nen Neu­bau und war 1962 er­folg­reich. „Das Ho­tel Burg­graf wird wie­der auf­ge­baut“, lau­te­te die Schlag­zei­le der Hei­mat­zei­tung am 12. Mai.

„Ho­te­lier Gen­zow aus Bochum will mit sei­ner Park­ho­tel-Ge­sell­schaft das Ho­tel Burg­graf in Teck­len­burg wie­der auf­bau­en. Da­mit sind die Be­mü­hun­gen der Stadt Teck­len­burg, die auf ei­nen bal­di­gen Wie­der­auf­bau des Ho­tels Burg­graf im In­ter­es­se des Frem­den­ver­kehrs Wert leg­te, er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wor­den“, hieß es da­mals in der Zei­tung.

Nach fast zwei­jäh­ri­ger Bau­zeit wur­de das Ho­tel er­öff­net. Der Haupt­bau­kör­per um­fass­te acht Ge­schos­se. „Die obe­ren vier Ge­schos­se neh­men den ei­gent­li­chen Ho­tel­teil mit den Bet­ten auf. Das gro­ße Haus ver­fügt über Ein­zel- und Dop­pel­zim­mer mit ins­ge­samt 52 Bet­ten“, be­rich­te­te die Zei­tung. „Al­le Zim­mer sind mit Te­le­fon, WC, Bad oder Du­sche aus­ge­rüs­tet. Au­ßer­dem ha­ben al­le Zim­mer Süd­la­ge und ei­nen Bal­kon, der die Aus­sicht in das schö­ne Müns­ter­land er­mög­licht“, hieß es wei­ter. Das Ho­tel ver­füg­te zu­dem über Bier­klau­se, Re­stau­rant und Ca­fé. Ein Swim­ming­pool war die zu­sätz­li­che At­trak­ti­on.

Nach knapp 40 Jah­ren en­de­te schließ­lich der Be­trieb in dem Ho­tel­neu­bau. Vor ei­ni­gen Jah­ren kam wie­der Be­we­gung in die An­ge­le­gen­heit. 2011 hat­ten Pla­ner noch ge­sagt: „Dar­aus lässt sich et­was ma­chen: Die Bau­sub­stanz ist so­li­de. Die La­ge ist zen­tral. Die Aus­rich­tung nach Sü­den op­ti­mal mit ei­nem herr­li­chen Blick ins Müns­ter­land – wenn denn das Grün zu­rück­ge­schnit­ten wird.“2012 hieß es dann aber, dass an Ab­riss und Neu­bau wohl kein Weg vor­bei­ge­he.

Mehr zur Vor­ge­schich­te auf noz.de

Ar­chiv­fo­to: Jörg Bir­go­leit

Der „Burg­graf“hat be­reits bes­se­re Ta­ge ge­se­hen.

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