Mi­nis­te­ri­um: Wald bleibt frei zu­gäng­lich

Neue Osnabrucker Zeitung - Hagen, Hasbergen - - NORDWEST - Von Klaus Wie­sche­mey­er

HAN­NO­VER Auch nach Um­set­zung der FFH-Richt­li­nie blei­ben Nie­der­sach­sens Wäl­der nach Ein­schät­zung des Um­welt­mi­nis­te­ri­ums frei zu­gäng­lich. Man ge­he da­von aus, dass ent­spre­chen­de Be­fürch­tun­gen „ge­gen­stands­los“sei­en, er­klär­te ei­ne Mi­nis­te­ri­ums­spre­che­rin ge­gen­über un­se­rer Re­dak­ti­on. Sie wi­der­sprach da­mit Wald­bau­ern, die ge­gen­über un­se­rer Re­dak­ti­on vor ei­ner Sper­rung der Wäl­der nach Aus­wei­sung von Schutz­ge­bie­ten ge­warnt hat­ten. Die Forst­be­sit­zer fürch­ten, dass na­tur­be­las­se­nes To­t­holz zur Ge­fahr für Er­ho­lungs­su­chen­de und Wald­ar­bei­ter wer­den könn­te.

Die Spre­che­rin ver­weist hin­ge­gen auf ei­nen be­hörd­li­chen Leit­fa­den. Dem­nach sei bei der Aus­wahl be­son­ders ge­schütz­ter Ha­bi­tat­bäu­me „im Zwei­fel [...] der Si­cher­heit der Forst­wir­te und der Er­ho­lung su­chen­den Be­völ­ke­rung der Vor­rang vor den Zie­len des Na­tur­schut­zes ein­zu­räu­men“, heißt es. So sol­len Ha­bi­tat­bäu­me „vor­aus­schau­end“aus­ge­wählt und bei Ge­fähr­dung ge­fällt wer­den.

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