Bund und Län­der le­gen Streit über Un­ter­halts­vor­schuss bei

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Bund und Län­der ha­ben sich bei der Re­form des Un­ter­halts­rechts ge­ei­nigt. Die Zah­lung des Un­ter­halts­vor­schus­ses wer­de aus­ge­wei­tet, sag­te Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ma­nue­la Schwe­sig (SPD) am Mon­tag­abend in Ber­lin. Die Ei­ni­gung sieht vor, dass die Höchst­be­zugs­dau­er von 72 Mo­na­ten auf­ge­ho­ben wird. Zu­gleich soll die Al­ters­gren­ze für ei­nen Be­zug von 12 auf 18 Jah­re her­auf­ge­setzt wer­den. Un­ter­halts­vor­schuss kön­nen Al­lein­er­zie­hen­de be­an­tra­gen, die kei­nen oder nicht re­gel­mä­ßig Un­ter­halt von dem an­de­ren El­tern­teil er­hal­ten.

Be­reits im Ok­to­ber ver­gan­ge­nen Jah­res hat­ten sich Bund und Län­der auf ei­ne Grund­satz­ent­schei­dung bei der Re­form des Un­ter­halts­rechts ge­ei­nigt, aber in ein­zel­nen Punk­ten gab es kei­ne Ei­ni­gung bei der Um­set­zung.

Laut Schwe­sig tritt die Re­form zum 1. Ju­li in Kraft. Ur­sprüng­lich woll­te die Mi­nis­te­rin, dass die neue Re­ge­lung rück­wir­kend zum 1. Ja­nu­ar greift.

Die Kos­ten für die Re­form be­zif­fer­te die Mi­nis­te­rin auf 350 Mil­lio­nen Eu­ro. Der Bund wer­de sei­ne Be­tei­li­gung er­hö­hen und künf­tig statt ei­nem Drit­tel 40 Pro­zent der Kos­ten über­neh­men. Den Rest über­neh­men laut Ei­ni­gung die Län­der.

Hilfs­wer­ke wie das Deut­sche Kin­der­hilfs­werk, die Ge­werk­schaf­ten GEW und Ver­di so­wie der Deut­sche Ju­ris­tin­nen­bund hat­ten an Bund und Län­der ap­pel­liert, sich schnell zu ei­ni­gen.

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