Zy­pries über­nimmt Wirt­schafts­res­sort von Ga­b­ri­el

63-Jäh­ri­ge lei­te­te von 2002 bis 2009 be­reits das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um – Un­ter­halts­recht re­for­miert

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Ei­gent­lich woll­te Bri­git­te Zy­pries (63) zur Bun­des­tags­wahl in sie­ben Mo­na­ten gar nicht mehr an­tre­ten. Dass sie nun durch die Per­so­nal­ro­cha­de der SPD das Wirt­schafts­res­sort von Sig­mar Ga­b­ri­el über­neh­men soll, hat ei­ne ge­wis­se Lo­gik.

Zy­pries gilt als zu­rück­hal­ten­de, aber flei­ßi­ge und prag­ma­ti­sche Po­li­ti­ke­rin, die nor­ma­ler­wei­se um Kon­sens be­müht ist. Die Ju­ris­tin sam­mel­te schon un­ter Ger­hard Schrö­der (SPD) und in der ers­ten Gro­ßen Ko­ali­ti­on un­ter An­ge­la Mer­kel (CDU) Er­fah­run­gen als Mi­nis­te­rin. Sie lei­te­te von 2002 bis 2009 das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um.

Zy­pries zeich­ne­te als Jus­tiz­mi­nis­te­rin un­ter an­de­rem für die Klä­rung des Va­ter­schafts­rechts ver­ant­wort­lich, nach­dem sie klar­ge­stellt hat­te, dass heim­li­che Va­ter­schafts­tests nicht zu­läs­sig sei­en. Mit ih­ren Än­de­run­gen des Un­ter­halts­rechts gab sie dem Kin­des­wohl Vor­rang vor an­de­ren An­sprü­chen. Zu­dem führ­te sie die Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung ein.

Die aus Kas­sel stam­men­de Zy­pries schaff­te es 2005 erst­mals in den Bun­des­tag – als di­rekt ge­wähl­te Ab­ge­ord­ne­te des Wahl­krei­ses Darm­stadt. Im De­zem­ber 2013 hol­te Ga­b­ri­el sie als par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin ins Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Dort war sie bis­her für IT und Luft- und Raum­fahrt zu­stän­dig.

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