Ver­ge­wal­ti­gung li­ve bei Face­book über­tra­gen

In­ter­net­nut­zer alar­mie­ren Be­hör­den in Schwe­den – Po­li­zei fahn­det nach Be­weis­vi­deo

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel -

Im Fall ei­ner Ver­ge­wal­ti­gung, die li­ve bei Face­book ge­zeigt wor­den sein soll, wen­det sich die Po­li­zei im schwe­di­schen Upp­sa­la an Zeu­gen. „Wir ha­ben ei­ne Men­ge Vi­deo- und Bild­ma­te­ri­al be­kom­men, aber es zeigt nicht die ei­gent­li­che Tat“, sag­te Po­li­zei­spre­che­rin Li­sa San­ner­vik am Di­ens­tag.

Die Po­li­zei war am Sonn­tag­mor­gen von In­ter­net­nut­zern alar­miert wor­den. Sie ga­ben an, in ei­ner ge­schlos­se­nen Grup­pe bei Face­book die Über­tra­gung ei­ner Ver­ge­wal­ti­gung zu se­hen. Ei­ne 22-Jäh­ri­ge aus Stock­holm er­zähl­te der schwe­di­schen Zei­tung „Af­ton­bla­det“, sie ha­be ge­se­hen, wie zwei Män­ner ei­ne Frau auf ein Bett ge­drückt hät­ten. Vie­le User hät­ten die Sze­ne kom­men­tiert.

Die Po­li­zei stürm­te die Woh­nung und stopp­te die Über­tra­gung. Drei Män­ner zwi­schen 18 und 24 Jah­ren wur­den fest­ge­nom­men. Die Frau wur­de ins Kran­ken­haus ge­bracht, um Be­wei­se zu si­chern. Wie die Män­ner in die Woh­nung ge­kom­men wa­ren und ob sich die mut­maß­li­chen Tä­ter und das Op­fer kann­ten, woll­te die Po­li­zei aus er­mitt­lungs­tech­ni­schen Grün­den nicht sa­gen.

Am Mon­tag for­der­te die Po­li­zei die Öf­fent­lich­keit auf, das Vi­deo von der Ver­ge­wal­ti­gung nicht zu ver­brei­ten, son­dern an die Er­mitt­ler zu über­ge­ben. Face­book teil­te dem schwe­di­sche Fern­se­hen SVT mit, dass man die Tat ver­ur­tei­le und mit der Po­li­zei zu­sam­men­ar­bei­te.

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