PRES­SE­SCHAU

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Zen­tra­les Kom­men­tarthe­ma ist der Rück­tritt Ga­b­ri­els und die Kanz­ler­kan­di­da­tur von Schulz: „Wo­für steht Schulz, der lus­ti­ge Mann aus Wür­se­len? Wenn mehr zur Wahl ste­hen soll als die prin­zi­pi­el­le Fort­set­zung des Mer­ke­lis­mus mit neu­em, be­lieb­tem Ge­sicht; wenn die Ab­sa­ge vie­ler Men­schen ans groß­ko­ali­tio­nä­re „Wei­ter so“tat­säch­lich in der SPD ih­ren Aus­druck fin­den soll – dann müs­sen schon auch ein paar In­hal­te her. Und es ist schon er­staun­lich, wie we­nig da­von Mar­tin Schulz wäh­rend sei­nes po­li­ti­schen Auf­stiegs preis­ge­ge­ben hat.“ (Berlin)

„Als Au­ßen­mi­nis­ter wä­re Mar­tin Schulz, der lang­jäh­ri­ge Prä­si­dent des Eu­ro­pa­par­la­ments, si­cher die bes­se­re Wahl ge­we­sen. Ga­b­ri­el hat sich bis­her nicht als ge­bo­re­ner Di­plo­mat her­vor­ge­tan. Trotz­dem wird die Er­leich­te­rung in der SPD über die Kanz­ler­kan­di­da­tur von Schulz wohl über­wie­gen. Der gilt als be­gab­ter Wahl­kämp­fer und star­ker Red­ner, in der Be­völ­ke­rung ist er be­liebt, schon fast so be­liebt wie Mer­kel. Ob das so bleibt, ob Schulz den Nie­der­gang der SPD stop­pen kann? Es wird vor al­lem dar­auf an­kom­men, dass er, der lei­den­schaft­li­che Eu­ro­pä­er, sich auch in Fra­gen der deut­schen In­nen­po­li­tik als sat­tel­fest er­weist.“ „Der Par­tei­vor­sit­zen­de zieht die Not­brem­se, weil die Um­fra­gen seit Mo­na­ten so sind, wie sie sind, und weil er weit da­von ent­fernt war, zum ech­ten Her­aus­for­de­rer An­ge­la Mer­kels zu wer­den. Auf die Par­tei wirk­te das seit Mo­na­ten läh­mend und de­pri­mie­rend. Ga­b­ri­els Kanz­ler­kan­di­da­tur wä­re als „Op­fer­gang“aus­ge­legt wor­den, nicht ge­ra­de die idea­le Be­gleit­mu­sik für ei­nen Wahl­kampf aus ei­ner oh­ne­hin hoff­nungs­lo­sen De­fen­si­ve.“ (Berlin)

„An­ders als dem bis­lang letz­ten SPD-Kanz­ler Ger­hard Schrö­der fehl­te Ga­b­ri­el so­wohl je­ner un­er­läss­li­che Macht­hun­ger, der zum Rüt­teln an Kanz­ler­amts­to­ren führt, als auch die klar de­fi­nier­te Vi­si­on für ein Deutsch­land und Eu­ro­pa, wie es un­ter sei­ner Füh­rung aus­sä­he. Er war sprung­haft, an­ge­nehm zu­stim­mungs­be­dürf­tig, aber stets ein we­nig zu klein di­men­sio­niert für die­ses Amt.“

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