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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Die Lon­do­ner Zei­tung äu­ßert zum Br­ex­it-Ur­teil: „Ein Par­la­ment, das sich ge­gen das Er­geb­nis des Br­ex­it-Re­fe­ren­dums stellt, wür­de nur den Ein­druck der Wäh­ler ver­stär­ken, dass West­mi­nis­ter sich von ih­ren Be­lan­gen ab­ge­kop­pelt hat. Das heißt zwar nicht, dass je­der ein­zel­ne Ab­ge­ord­ne­te für das Br­ex­it-Ge­setz stim­men muss. Das Ge­wis­sen ei­ni­ger wird es ver­lan­gen, da­ge­gen zu stim­men. Doch für vie­le wä­re ei­ne Ab­leh­nung po­li­tisch un­klug, denn im ver­gan­ge­nen Ju­ni gab es in 58 Pro­zent der Wahl­be­zir­ke ei­ne Mehr­heit für den EUAus­tritt.“ Das Blatt aus Aar­hus meint da­zu: „Was der EU ernst­haft Angst macht, ist, dass Groß­bri­tan­ni­en sich in ei­ni­gen Jah­ren als selbst­stän­di­ge Na­ti­on bes­ser schla­gen wird als als Mit­glied der Eu­ro­päi­schen Uni­on. Die Furcht ist ver­ständ­lich, denn ob­wohl die EU als Aus­gangs­punkt das rich­ti­ge Pro­jekt ist, be­inhal­tet sie zahl­rei­che Kom­pro­mis­se, die EU-Skep­ti­kern und -Geg­nern un­zäh­li­ge An­griffs­flä­chen bie­ten.“ Die Zei­tung schreibt zur Kanz­ler­kan­di­da­tur von Schulz: „Schulz dürf­te die nö­ti­ge Ab­gren­zung vom Ko­ali­ti­ons­part­ner CDU glaub­wür­di­ger an­füh­ren und Wäh­ler im lin­ken Par­tei­spek­trum er­folg­rei­cher mo­bi­li­sie­ren. Ein Sym­pa­thie­trä­ger ist er dar­über hin­aus aber nicht. Dass es der SPD rei­chen wird, die dank ei­ner Kehrt­wen­de in der Si­cher­heits­po­li­tik wie­der so­li­der und mit ei­nem Ab­stand von rund 15 Pro­zent­punk­ten vor der SPD füh­ren­de Bun­des­kanz­le­rin Mer­kel zu stür­zen, muss gleich­wohl als un­wahr­schein­lich gel­ten. Da ist es ver­nünf­tig, dass die Par­tei ih­ren et­was jün­ge­ren Hoff­nungs­trä­ger Olaf Scholz für die­se Wahl noch auf der Re­ser­ve­bank hält, um ihn bei ei­ner spä­te­ren, un­ter güns­ti­ge­ren Vor­zei­chen ste­hen­den Wahl als Jo­ker ein­zu­set­zen.“ Hier heißt es: „Nun muss Schulz sich in­halt­lich po­si­tio­nie­ren, und na­tür­lich wird das zu Ent­täu­schun­gen füh­ren. So ist es schon be­mer­kens­wert, dass die SPD mit ei­nem Kan­di­da­ten an­tritt, über des­sen Po­si­tio­nen in der So­zi­al-, der Steu­er- oder der In­nen­po­li­tik man prak­tisch nichts weiß. Schulz hat sich al­lei­ne als lei­den­schaft­li­cher Eu­ro­pä­er ei­nen Na­men ge­macht.“

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