Ist Ruk­wied wirk­lich be­reit, sich zu än­dern?

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum In­ter­view mit Bau­ern­prä­si­dent Joa­chim Ruk­wied „Wir müs­sen uns ver­än­dern und sind be­reit da­zu“(Aus­ga­be vom 18. Ja­nu­ar).

„Ei­ner­seits be­kun­det der Bau­ern­ver­bands­prä­si­dent Ruk­wied sei­ne Be­reit­schaft zu Ve­rän­de­run­gen, wor­aus sich schlie­ßen lässt, dass die seit Lan­gem ge­äu­ßer­te Kri­tik an der kon­ven­tio­nel­len Land­wirt­schaft, die von ihm stets zu­rück­ge­wie­sen wur­de, nicht wirk­lich un­be­rech­tigt ge­we­sen sein kann. An­de­rer­seits legt er aber schmal­lip­pig dar, dass die Er­klä­rung des West­fä­li­schen Bau­ern­ver­ban­des über die Schä­di­gung von Bo­den, Was­ser, Luft und Tie­ren durch die herr­schen­de Art der Land­wirt­schaft nicht sei­ner Über­zeu­gung ent­spricht. Da­mit igno­riert er nicht nur Fak­ten (sie­he zum Bei­spiel NOZ vom 3. Ja­nu­ar 2017, „Wei­ter zu viel Ni­trat im Grund­was­ser“), son­dern stellt sei­ne Ve­rän­de­rungs­be­reit­schaft wie­der in­fra­ge. Na­tür­lich sind die Land­wir­te und ih­re Or­ga­ni­sa­tio­nen nicht al­lei­ne für die un­se­li­gen Fol­gen der In­ten­siv­land­wirt­schaft ver­ant­wort­lich, son­dern auch die zahl­rei­chen Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher, die ih­re Le­bens­mit­tel mög­lichst zu Schleu­der­prei­sen ein­kau­fen wol­len. Es wä­re aber hilf­reich, wenn vom höchs­ten Re­prä­sen­tan­ten der Land­wir­te mal wirk­lich ein­deu­ti­ge Si­gna­le für ei­ne zu­kunfts­wei­sen­de po­si­ti­ve Ent­wick­lung kä­men. […]“Prof. Dr. Her­bert Zuc­chi Osnabrück

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