In­di­en will Mount Eve­r­est neu ver­mes­sen

Ist der Berg nach dem Be­ben noch am sel­ben Ort? – Ex­per­ten se­hen Hö­he un­ver­än­dert

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Weltspiegel -

Der Mount Eve­r­est soll noch in die­sem Jahr neu ver­mes­sen wer­den. Das be­stä­tig­te der Chef des in­di­schen Ver­mes­sungs­amts Sur­vey of In­dia, Swar­na Sub­ba Rao, am Mitt­woch. Man wol­le da­mit Spe­ku­la­tio­nen dar­über be­en­den, ob sich der höchs­te Berg der Welt wäh­rend des schwe­ren Erd­be­bens im Jahr 2015 ver­scho­ben ha­ben könn­te. „Zu­dem wä­re es ei­ne gu­te Übung zum 250-jäh­ri­gen Be­ste­hen un­se­rer Be­hör­de“, sag­te Rao.

Im April 2015 hat­te ein schwe­res Erd­be­ben der Stär­ke 7,8 das in­di­sche Nach­bar­land Ne­pal ge­trof­fen, mehr als 9000 Men­schen star­ben. Das hat­te Spe­ku­la­tio­nen aus­ge­löst, ob da­durch auch der Eve­r­est, der zum Teil in Ne­pal steht, sei­ne Po­si­ti­on ge­än­dert ha­ben könn­te. Laut der Geo­lo­gie­be­hör­de der USA, USGS, wei­sen chi­ne­si­sche Mess­da­ten je­doch auf kei­ne Hö­hen­än­de­rung des Ber­ges hin.

Die Be­hör­de kün­dig­te an, ein Ex­per­ten­team wer­de den Berg er­klet­tern und sei­ne Hö­he mit­hil­fe des Na­vi­ga­ti­ons­sys­tems GPS mes­sen. Gleich­zei­tig wür­den an­de­re Teams den Gip­fel aus un­ter­schied­li­chen Po­si­tio­nen an­pei­len und sei­ne Hö­he er­rech­nen. „Durch den kom­bi­nier­ten Ein­satz bei­der Me­tho­den wer­den wir al­le Spe­ku­la­tio­nen be­en­den“, sag­te Rao.

Fo­to: dpa

Höchs­ter Gip­fel der Welt: der Mount Eve­r­est.

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