Un­ge­rech­te Ein­kom­mens­staf­fel

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Leserbriefe -

Zu den Ar­ti­keln „Lan­des-SPD will Ki­ta-Bei­trä­ge ab­schaf­fen“(Aus­ga­be vom 12. Ja­nu­ar) und „Hö­he­re Ki­ta-Bei­trä­ge für Gut­ver­die­ner“(Aus­ga­be vom 13. Ja­nu­ar).

„Die CDU in Nie­der­sach­sen war es, die 2007 das letz­te Kin­der­ta­ges­stät­ten­jahr bei­trags­frei ge­setzt hat, und im da­ma­li­gen Wahl­pro­gramm der CDU Nie­der­sach­sen stand be­reits das, was die SPD jetzt for­dert. Kin­der­ta­ges­stät­ten sind Bil­dungs­ein­rich­tun­gen mit struk­tu­rier­ter päd­ago­gi­scher Ar­beit und gut qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal. Bil­dungs­ge­rech­tig­keit fängt in den Kin­der­ta­ges­stät­ten an.

Es ist rich­tig, dass für die El­tern der El­tern­bei­trag ab­ge­schafft wer­den soll. Es ist un­ge­recht, die El­tern­bei­trä­ge nach dem Ein­kom­men der El­tern zu be­rech­nen. In der Stadt Osnabrück wird zur­zeit über ein­kom­mens­ab­hän­gi­ge El­tern­bei­trä­ge dis­ku­tiert. Hier will die SPD die ,bes­ser ver­die­nen­den El­tern‘ zur Kas­se bit­ten durch ei­nen ein­kom­mens­ab­hän­gi­gen El­tern­bei­trag. Wenn man es so se­hen will, gibt es heu­te schon ei­nen ge­staf­fel­ten El­tern­bei­trag – die, die den El­tern­bei­trag be­zah­len, und die, die vom El­tern­bei­trag be­freit sind (cir­ca 50 Pro­zent der El­tern). Bis­her zah­len al­le El­tern den glei­chen Bei­trag. Das hat zur Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und zum so­zia­len Frie­den in der Stadt bei­ge­tra­gen. Ich möch­te den Rat der Stadt Osnabrück auf­for­dern, für Fa­mi­li­en ein Zei­chen zu set­zen und die El­tern­bei­trä­ge wei­ter­hin ein­heit­lich zu be­las­sen. Den El­tern möch­te ich Mut ma­chen, ge­gen ei­nen ein­kom­mens­ab­hän­gi­gen El­tern­bei­trag zu pro­tes­tie­ren. Der Ver­wal­tungs­auf­wand, der mit dem ein­kom­mens­ab­hän­gi­gen Bei­trag ver­bun­den ist, ist sehr groß und geht zu­las­ten der El­tern. In der Hand­gif­ten­re­de von Herrn Frank Hen­ning (SPD) war zu hö­ren, dass die SPD das so­zia­le Ge­wis­sen in der Stadt sei. Schaun wir mal.“

Franz Jo­sef Schwack Osnabrück

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