Frau­en­quo­te für den Se­nio­ren­bei­rat

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Leserbriefe -

Zum Ar­ti­kel „Se­nio­ren­bei­rat jetzt viel bun­ter – Of­fe­ne­res Wahl­sys­tem weckt gro­ßes In­ter­es­se “(Aus­ga­be vom 16. Ja­nu­ar).

„Ja, die Be­klei­dung war recht bunt, die Zu­sam­men­set­zung aber lässt zu wün­schen üb­rig. Bei zwölf Pro­zent Be­völ­ke­rungs­an­teil mit aus­län­di­schen Wur­zeln ist ein Ver­tre­ter im Se­nio­ren­bei­rat ja wohl das Mi­ni­mum, wie im Be­richt an­ge­deu­tet.

Und der Frau­en­an­teil? Sind wir nicht die Hälf­te des Him­mels, wie es ein­mal ein Buch­ti­tel aus­drück­te? Wä­re es der Ge­ne­ra­ti­on 60+ nicht an­ge­mes­sen, den Frau­en­an­teil des Gre­mi­ums auf 50 Pro­zent vor­zu­ge­ben? Schließ­lich ge­hö­ren die Frau­en die­ses Al­ters zu den Kämp­fe­rin­nen für die Gleich­be­rech­ti­gung und hät­ten ge­gen ei­ne Quo­te si­cher nichts ein­zu­wen­den.

Aber viel­leicht füh­len sich Frau­en von ei­ner Auf­ga­be auch nicht an­ge­spro­chen, ge­schwei­ge denn an­ge­zo­gen, von der Herr Frei­sel sagt, dass ,sich so vie­le In­ter­es­sen­ten [...] für ei­nen Pos­ten im Se­nio­ren­bei­rat be­wer­ben‘ .

Frau­en sind in der Re­gel nicht an Pos­ten in­ter­es­siert, son­dern an Mit­wir­kungs­und Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten, und die kom­men im Se­nio­ren­bei­rat zu kurz. Je­den­falls macht der Hin­weis auf die Ar­beits­in­hal­te des Se­nio­ren­bei­ra­tes mal ge­ra­de elf Pro­zent des Ar­ti­kel­vo­lu­mens aus. [...]

Von den Se­nio­ren­wo­chen be­rich­tet die NOZ ja je­des Jahr; von kon­kre­ten Vor­schlä­gen oder gar For­de­run­gen zu kom­mu­nal­po­li­ti­schen Fra­gen, die Se­nio­ren di­rekt be­tref­fen, liest und hört man von­sei­ten des Se­nio­ren­bei­rats we­nig. Das soll­te sich un­be­dingt än­dern.“

An­ne Stin­ner Osnabrück

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