Gip­fel­tref­fen mit Trump ab­ge­sagt

Me­xi­kos Prä­si­dent En­ri­que Pe­ña Nieto sagt Gip­fel­tref­fen mit Trump ab

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite -

Nach meh­re­ren Pro­vo­ka­tio­nen aus Wa­shing­ton hat der me­xi­ka­ni­sche Prä­si­dent En­ri­que Pe­ña Nieto ein für nächs­ten Di­ens­tag ge­plan­tes Tref­fen mit USPrä­si­dent Do­nald Trump ab­ge­sagt. Das teil­te das Prä­si­di­al­amt mit.

Nach ei­ner Rei­he von Pro­vo­ka­tio­nen aus Wa­shing­ton hat der me­xi­ka­ni­sche Prä­si­dent En­ri­que Pe­ña Nieto ein für kom­men­den Di­ens­tag ge­plan­tes Tref­fen mit US-Prä­si­dent Do­nald Trump ab­ge­sagt.

AFP/dpa/ten WA­SHING­TON/

BER­LIN. Der Streit um den Aus­bau der Grenz­mau­er zwi­schen den USA und Me­xi­ko spitzt sich zu: Me­xi­kos Prä­si­dent En­ri­que Pe­ña Nieto ließ per Kurz­bot­schaft auf Twit­ter wis­sen, dass er nicht zum Tref­fen mit US-Prä­si­dent Do­nald Trump kommt.

Zu­vor hat­te Trump ihm be­reits na­he­ge­legt, auf den Be­such zu ver­zich­ten, wenn Me­xi­ko nicht für die Kos­ten der Grenz­mau­er auf­kom­men wol­le. Am Abend al­ler­dings er­klär­te Trumps Spre­cher Se­an Spi­cer, zur Fi­nan­zie­rung der Grenz­mau­er wer­de die US-Re­gie­rung auf Wa­ren aus Me­xi­ko ei­ne 20-Pro­zent-Steu­er auf­schla­gen. Dies sei ein Teil ei­ner

grö­ße­ren Steu­er­re­form. Am Mitt­woch hat­te Trump mit ei­nem De­kret den Weg für das um­strit­te­ne Pro­jekt frei ge­macht. Schon der Zeit­punkt der An­ord­nung wur­de in Me­xi­ko als Af­front ver­stan­den, weil zur glei­chen Zeit der me­xi­ka­ni­sche Au­ßen­mi­nis­ter Lu­is Vi­de­ga­ray und Wirt­schafts­mi­nis­ter Il­de­fon­so Gua­jar­do in Wa­shing­ton

mit ei­ner hoch­ran­gi­gen US-De­le­ga­ti­on über die Zu­kunft der Be­zie­hun­gen der bei­den Län­der be­rie­ten.

Trumps De­kret sieht den Bau ei­ner Mau­er ent­lang der 3200 Ki­lo­me­ter lan­gen Gren­ze zu Me­xi­ko vor. Mit die­ser Maß­nah­me will er die il­le­ga­le Ein­wan­de­rung aus dem süd­li­chen Nach­bar­land be­kämp­fen. Die Bau­kos­ten könn­ten

nach Ein­schät­zung von Ex­per­ten mehr als 20 Mil­li­ar­den Dol­lar (18,5 Mil­li­ar­den Eu­ro) be­tra­gen.

Grü­nen-Frak­ti­ons­che­fin Ka­trin Gö­ring-Eckardt kri­ti­sier­te den von Trump ver­an­lass­ten Mau­er­bau an der Gren­ze zu Me­xi­ko als „hoch­ge­fähr­lich“. Auch die von Trump an­ge­kün­dig­ten Ein­rei­se­be­schrän­kun­gen für Mus­li­me sei­en ein fa­ta­les Si­gnal und führ­ten zu Spal­tung, sag­te Gö­ring-Eckardt un­se­rer Re­dak­ti­on. „Ich als Ost­deut­sche weiß: Ab­schot­tung führt nicht zu Frie­den und Sta­bi­li­tät“, sag­te die Grü­nen-Po­li­ti­ke­rin. Wenn Trump „Ge­sin­nungs­checks“pla­ne, sei das bis­her fried­li­che Mit­ein­an­der im Ein­wan­de­rungs­land USA ge­stört. Der Prä­si­dent bre­che da­mit die Ver­fas­sung der USA. Laut Gö­ring-Eckardt wird der US-Prä­si­dent sein Wahl­ver­spre­chen, durch Ab­schot­tung Kon­kur­renz auf dem Ar­beits­markt aus­zu­schal­ten und Jobs zu schaf­fen, nicht ein­hal­ten kön­nen. „Wirt­schaft wächst nicht, wenn man die Gren­zen dicht macht und Straf­zöl­le er­hebt“, warn­te sie. Dies wür­den über kurz oder lang die Ar­beit­neh­mer in den USA spü­ren, die jetzt noch auf Trump hoff­ten. Die Mau­er an sich: ei­ne grund­sätz­li­che Be­trach­tung in Bil­dern auf noz.de/po­li­tik

Fo­tos: dpa

zwi­schen jü­di­schem und pa­läs­ti­nen­si­schem Ge­biet im West­jor­dan­land bei Je­ru­sa­lem (links oben), rund um die Fa­ve­la Do­na Mar­ta in Rio de Ja­ni­e­ro (rechts oben), im Zen­trum von Bel­fast (links un­ten) und zwi­schen Me­xi­ko und den USA in Sun­land Park (New Me­xi­co).

Bei­spie­le für Grenz­mau­ern:

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