Fan­tren­nung für gu­ten Fuß­ball

Das Der­by zwi­schen dem VfL und Müns­ter soll sport­lich be­we­gen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional - Von Ben­ja­min Kraus

OS­NA­BRÜCK. Zu­rück zur Nor­ma­li­tät. Das ist das Mot­to, un­ter dem das Dritt­li­ga-Der­by des VfL Os­na­brück ge­gen den SC Preu­ßen Müns­ter an die­sem Sams­tag (14 Uhr, Bre­mer Brü­cke) statt­fin­den soll. „Al­le wol­len, dass der Fuß­ball wie­der im Mit­tel­punkt steht“, sagt Jür­gen Weh­lend als Ge­schäfts­füh­rer des VfL.

Und spricht da­bei nicht nur für sei­nen Klub und die Funk­tio­nä­re der Preu­ßen so­wie für Po­li­zei, Feu­er­wehr und Stadt­wer­ke als Teil­neh­mer der ab­schlie­ßen­den Si­cher­heits­be­spre­chung. Son­dern auch für die wah­ren Fuß­ball­fans. „Der Zu­schau­er-Teil­aus­schluss bei den Der­bys der letz­ten Sai­son war ei­ne schwar­ze St­un­de: Die­se Kol­lek­tivstra­fen ha­ben weh­ge­tan“, er­in­nert Weh­lend an die Fol­gen nach Ran­da­le im Um­feld der Der­bys seit 2011 mit ins­ge­samt über 100 Ver­letz­ten. Am Ran­de der letz­ten drei Par­ti­en gab es kei­ne grö­ße­re Es­ka­la­ti­on mehr. „Das Be­wusst­sein für die Kol­lek­tiv­ver­ant­wor­tung bei den Fans ist ge­stie­gen. Wir hof­fen, dass der ge­walt­freie Ablauf des Hin­spiels mit un­se­ren Fans in Müns­ter stil­prä­gend für Sams­tag ist“, sagt Weh­lend.

Ei­ne Rei­he von Maß­nah­men soll da­zu bei­tra­gen: Sei­tens der Po­li­zei et­wa der Aus­schluss von fast 100 be­kann­ten Stö­rern, die für den Sams­tag mit Mel­de­auf­la­gen be­legt wor­den sind und so dar­an ge­hin­dert wer­den sol­len, sen­si­ble Be­rei­che in Os­na­brück zu be­tre­ten. In den Re­gio­nal­zü­gen Strik­te Fan­tren­nung: bei der An- und Abrei­se gilt zu­dem ein Ver­bot von Al­ko­hol, Py­ro­tech­nik, Glas­fla­schen und Ge­trän­ke­do­sen – ge­nau wie am Haupt­bahn­hof und in je­nem Ge­biet auf dem Weg zur Bre­mer Brü­cke, der für an­kom­men­de Gäs­te­fans re­ser­viert ist (Hum­boldtbrü­cke, Bu­er­sche Stra­ße, Ost­stra­ße). Dort will die Po­li­zei die strik­te Fan­tren­nung mit Shut­tle­bus­sen ge­währ­leis­ten, die Müns­te­ra­ner vom Bahn­hof bis vor den Gäs­te­block des Sta­di­ons fah­ren. Ein Ser­vice für die Fans so­wie ein In­stru­ment der Steue­rung ei­ner kon­flikt­frei­en wie pünkt­li­chen An­rei­se, sagt Weh­lend. „Wir dan­ken den Stadt­wer­ken Os­na­brück hier für die Un­ter­stüt­zung.“

Der VfL hat zu­letzt mit sei­nem über­ar­bei­te­ten Ein­lass­kon­zept und dem zu­sätz­li­chen Ein­gang am Gäs­te­block auch bau­lich für Ent­span­nung ge­sorgt. 1200 Ti­ckets an Müns­te­ra­ner wur­den ver­kauft, wo­bei der VfL dar­auf hin­weist, dass Fans mit Preu­ßen-Klei­dung kein Zu­tritt zu den rest­li­chen Be­rei­chen der Are­na ge­währt wird, für die es zum Teil noch Kar­ten gibt (West­kur­ve, Sitz­plät­ze). Ver­bo­ten sind Dop­pel­hal­ter und Schwenk­fah­nen – wie bei je­der an­de­ren Par­tie, die als „Ri­si­ko­spiel“läuft.

Die Her­ab­stu­fung des Der­bys aus der Ka­te­go­rie „Hoch­ri­si­ko­spiel“ist ein Zei­chen der Ent­span­nung, das al­le Ak­teu­re rund um die Par­tie vor­le­ben möch­ten. „Wir ver­spü­ren gro­ße An­span­nung. Nicht we­gen der Si­cher­heit – da sind wir gut vor­be­rei­tet und ver­trau­en dar­auf, dass al­len Be­tei­lig­ten und Be­su­chern ih­re Ver­ant­wor­tung be­wusst ist. Son­dern we­gen des Rück­run­den­starts. Wir freu­en uns auf Ori­gi­nalB­rü­cken­stim­mung und sind ge­spannt, wie es auf dem Platz aus­geht“, sagt Weh­lend.

So das Kon­zept der Po­li­zei wie auch hier im März 2013 im Haupt­bahn­hof Os­na­brück. Fo­to: dpa

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