Jun­ge Uni­on kri­ti­siert Ca­ri­tas

Kon­tro­ver­se um Ab­schie­bun­gen in Os­na­brück

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

OS­NA­BRÜCK. Die For­de­rung der Ca­ri­tas, mehr Men­sch­lich­keit bei Ab­schie­bun­gen zu zei­gen, sorgt bei der Jun­gen Uni­on (JU) in Os­na­brück für Kri­tik. Als „Schlag ins Ge­sicht für die Ar­beit der Po­li­zei“be­zeich­net JU-Kreis­vor­sit­zen­der Chris­to­pher Pei­ler Äu­ße­run­gen aus der Ca­ri­tas-Spit­ze.

„Es ist er­schre­ckend, wie sich die Ver­ant­wort­li­chen der Ca­ri­tas zum The­ma Ab­schie­bun­gen äu­ßern und ein Schlag ins Ge­sicht für die Ar­beit der Po­li­zei“, wird Pei­ler in ei­ner Mit­tei­lung zi­tiert. „Der Rechts­staat kann nur funk­tio­nie­ren, wenn Po­li­zei und Be­hör­den Rü­cken­de­ckung der Po­li­tik und der Ge­sell­schaft be­kom­men. Da­zu ge­hö­ren auch die Kir­chen. Un­se­re Ge­sell­schaft ori­en­tiert sich an Re­geln und Ge­set­zen, an die sich je­der zu hal­ten hat, auch ab­ge­lehn­te Asyl­be­wer­ber.“

Die Ca­ri­tas kri­ti­siert in ih­rer Stel­lung­nah­me den Ein­satz von Ge­walt sei­tens der Po­li­zei. Auch hier stellt sich die Jun­ge Uni­on hin­ter die Po­li­zei und be­tont, dass das Ge­walt­mo­no­pol aus­schließ­lich beim Staat lie­ge und an­ge­wen­det wer­den müs­se, wenn die Um­stän­de durch Wi­der­set­zung und durch Ge­walt des Ge­gen­übers dies ver­lan­gen.

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