WC-Schild und viel Ta­ges­licht

Die Woh­nung für De­menz­kran­ke an­pas­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Lebensqualität Im Alter -

KÖLN. Für ei­nen Men­schen mit De­menz muss der Wohn­raum in­di­vi­du­ell um­ge­stal­tet wer­den. Schon klei­ne Ve­rän­de­run­gen er­hö­hen die Si­cher­heit und ge­ben Ori­en­tie­rung. Denn für Men­schen mit De­menz soll­te das ei­ge­ne Zu­hau­se ein Ort der Si­cher­heit und des Rück­zugs sein. Doch auch dort lau­ern Ge­fah­ren wie ein fal­scher Bo­den­be­lag oder gif­ti­ge Blu­men. Schon klei­ne An­pas­sun­gen kön­nen ei­nem De­menz­kran­ken das Le­ben er­leich­tern, be­rich­tet die Zeit­schrift „Pro Al­ter“des Ku­ra­to­ri­ums Deut­sche Al­ters­hil­fe. Wich­tigst ist aber, al­le Maß­nah­men mit dem Be­trof­fe­nen klar ab­zu­spre­chen – und nur die­je­ni­gen um­zu­set­zen, die ge­wünscht sind.

1. Den rich­ti­gen Bo­den­be­lag wäh­len

Ein blank ge­putz­tes Par­kett kann bei Men­schen mit De­menz Ängs­te aus­lö­sen. Manch­mal tip­peln sie dar­über, weil sie den­ken, es hand­le sich um ei­ne Was­ser- oder Eis­flä­che. Das Mus­ter ei­nes Tep­pichs soll­te so ge­wählt wer­den, dass der De­menz­kran­ke dort nicht zum Bei­spiel Tie­re sieht, vor de­nen er Angst ha­ben könn­te.

2. Gif­ti­ges au­ßer Reich­wei­te auf­be­wah­ren

Putz­mit­tel räumt man bes­ser weg. Sie könn­ten mit Ge­trän­ken ver­wech­selt wer­den. Auch bei Blu­men ist Vor­sicht ge­bo­ten: Gif­ti­ge Pflan­zen soll­ten durch un­gif­ti­ge er­setzt wer­den. Ganz ent­fer­nen muss man Pflan­zen aber nicht. Das täg­li­che Gie­ßen hilft, den Tag zu struk­tu­rie­ren.

3. Viel Licht

Für ei­nen ge­sun­den Schlaf ist der Tag-Nacht-Rhyth­mus wich­tig. Des­we­gen soll­ten die Räu­me mög­lichst viel Ta­ges­licht be­kom­men.

4. Ori­en­tie­rung ge­ben

Wenn die Krank­heit fort­schrei­tet, fin­den sich de­menz­kran­ke Men­schen manch­mal im ei­ge­nen Haus­halt nicht mehr zu­recht. Man er­leich­tert ih­nen die Ori­en­tie­rung zum Bei­spiel durch Sym­bo­le an den Zim­mer­tü­ren: Am Schlaf­zim­mer bie­tet sich ein Por­trät­fo­to an. Nicht im­mer er­kennt sich der Mensch al­ler­dings auf ei­nem ak­tu­el­len Bild. Dann wählt man ei­nes aus frü­he­ren Zei­ten. An der Ba­de­zim­mer­tür hängt am bes­ten ein WCSchild, am Kühl­schrank ein Bild von Le­bens­mit­teln.

5. Nach Jah­res­zei­ten de­ko­rie­ren

Zeit­li­che Ori­en­tie­rung bie­ten Uh­ren und Ka­len­der. Au­ßer­dem kann man die Räu­me je nach Jah­res­zeit schmü­cken und auch das Es­sen ent­spre­chend an­pas­sen. So be­hält das Jahr sei­ne Struk­tur.

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