SPD ver­zeich­net Hun­der­te Par­tei­ein­trit­te

Ga­b­ri­el und Zy­pries als Mi­nis­ter ver­ei­digt – Grü­ne for­dern kla­re An­sa­gen von Schulz

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite -

Der Vi­ze­kanz­ler und bis­he­ri­ge Wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el ist neu­er Bun­des­au­ßen­mi­nis­ter. Er lös­te ges­tern Fran­kWal­ter St­ein­mei­er ab, der ins­ge­samt mehr als sie­ben Jah­re Chef des Aus­wär­ti­gen Am­tes war. Nach­fol­ge­rin Ga­b­ri­els an der Spit­ze des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums wird sei­ne bis­he­ri­ge par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Bri­git­te Zy­pries.

Bun­des­prä­si­dent Joa­chim Gauck über­gab den drei SPDPo­li­ti­ke­rin im Schloss Bel­le­vue in An­we­sen­heit von Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel die Ent­las­sungs- und Er­nen­nungs­ur­kun­den. Ga­b­ri­el gibt im März das Amt des Par­tei­chefs ab. Dann soll der frü­he­re EU-Par­la­ments­prä­si­dent Mar­tin Schulz und de­si­gnier­te SPD-Kanz­ler­kan­di­dat zu des­sen Nach­fol­ger ge­wählt wer­den. Die SPD ver­zeich­net seit der Klä­rung der Kanz­ler­kan­di­da­tur Hun­der­te Par­tei­ein­trit­te.

Grü­nen-Frak­ti­ons­che­fin Ka­trin Gö­ring-Eckardt er­war­tet von Schulz „kla­re An­sa­gen“beim Kli­ma­schutz. Bei die­sem The­ma sei mas­si­ver Streit zwi­schen SPD und Grü­nen pro­gram­miert, sag­te Gö­rin­gEckardt im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on. Der Bun­des­re­gie­rung warf Gö­rin­gEckardt vor, sich bei Kli­ma­schutz und Ener­gie ab­ge­mel­det zu ha­ben, „und zwar ver­nehm­lich durch den bis­he­ri­gen Wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el (SPD)“. Die­ser ha­be die Ener­gie­wen­de nicht in den Griff be­kom­men. „Ich ha­be den Ein­druck, dass er auch des­halb in das Au­ßen­res­sort floh“, so Gö­ring-Eckardt.

Von Schulz, der sich am Sonn­tag als Kanz­ler­kan­di­dat und Par­tei­chef der SPD vor­stellt, sei zur „Exis­tenz- und Über­le­bens­fra­ge“Kli­ma­schutz sehr we­nig zu hö­ren ge­we­sen, be­män­gel­te die Grü­nen-Spit­zen­kan­di­da­tin bei der Bun­des­tags­wahl. Al­ler­dings ge­be es mit der SPD sonst „in vie­len Punk­ten durch­aus Über­ein­stim­mun­gen“. Die Grü­nen zö­gen aber oh­ne Ko­ali­ti­ons­aus­sa­ge in den Wahl­kampf, be­ton­te Gö­rin­gEckardt. „Wir sind kei­ne Mehr­heits­be­schaf­fer oder An­häng­sel, das weiß auch Mar­tin Schulz sehr gut.“

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.