„Si­gnal­wir­kung“aus Bad Iburg?

TuS Gla­ne und VfL Bad Iburg wol­len zum SC Bad Iburg/Gla­ne ver­schmel­zen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Lokalsport - Re­gi­on: www.noz.de

Aus dem TuS Gla­ne und dem VfL Bad Iburg soll zum 1. Ju­li 2017 der SC Bad Iburg/Gla­ne ent­ste­hen. Die­sen Plan ver­fol­gen die bei­den Vor­sit­zen­den Fritz Well­mann und Karl­heinz Brun­ke – in dem Wis­sen, dass noch ei­ni­ge Wi­der­sa­cher ins „Ver­schmel­zungs-Boot“ge­holt wer­den müs­sen.

Von Ste­fan Al­ber­ti

Ver­schmel­zung, Fu­si­on oder was? Zur nä­he­ren Ei­n­ord­nung wol­len wir zu­nächst noch ei­ni­ge Be­griff­lich­kei­ten er­läu­tern. Ei­ne Ver­schmel­zung sei nichts an­de­res als ei­ne Fu­si­on, er­läu­tert der Vor­sit­zen­de des Kreis­sport­bun­des Osnabrück-Land, Hans We­de­gärt­ner. Ent­schei­dend sei, ob es sich um ei­ne Ver­schmel­zung durch Neu­grün­dung oder Ver­schmel­zung durch Auf­nah­me han­de­le. Der TuS Gla­ne und der VfL Bad Iburg hät­ten sich nun auf die Ver­schmel­zung durch Auf­nah­me ge­ei­nigt. Die­ser Weg ha­be ei­nen ein­fa­chen Hin­ter­grund: Bei der Ver­schmel­zung durch Neu­grün­dung wür­den rund 15 000 Eu­ro Grund­er­werb­steu­er an­fal­len, weil der TuS Gla­ne über ent­spre­chen­den Grund­be­sitz ver­fü­ge. Geld, was über die an­de­re Va­ri­an­te ein­ge­spart wer­den kön­ne. Al­so: Ver­schmel­zung durch Auf­nah­me be­deu­tet in der wei­te­ren Kon­se­quenz, dass sich der VfL Bad Iburg auf­lö­sen muss, um vom TuS Gla­ne auf­ge­nom­men zu wer­den.

„Als Kreis­sport­bund schau­en wir wie ge­bannt nach Bad Iburg und hof­fen, dass der TuS und der VfL die Ver­schmel­zung voll­zie­hen. Das könn­te dann auch Si­gnal­wir­kung für an­de­re Ver­ei­ne in der Re­gi­on ha­ben, die eben­falls über sol­che We­ge nach­den­ken“, sagt We­de­gärt­ner. Die „Ver­schmel­zungs-Stim­mung“beim VfL: „Die VfLer zie­hen das durch“, stellt der Vor­sit­zen­de Brun­ke fest. In der ver­gan­ge­nen Wo­che sei­en die Mit­glie­der in ei­ner au­ßer­or­dent­li­chen Ver­samm­lung auf den ak­tu­el­len Stand der Ver­hand­lun­gen ge­bracht wor­den. In ei­ner Pro­be-Ab­stim­mung

„Wir ha­ben kei­ne Trend­ab­stim­mung ge­macht“ Fritz Well­mann, Vor­sit­zen­der des TuS Gla­ne

der rund 50 an­we­sen­den Mit­glie­der (von ins­ge­samt rund 850) sei ein­stim­mig für die Ver­schmel­zung vo­tiert wor­den, wenn der künf­ti­ge Ver­eins­na­me denn SC Bad Iburg/Gla­ne lau­te. Brun­ke geht da­von aus, dass auch bei der „Ver­schmel­zungs-Ver­samm­lung“des VfL am 24. März die er­for­der­li­che Mehr­heit (75 Pro­zent der An­we­sen­den) für den skiz­zier­ten Weg er­reicht wer­de.

Die „Ver­schmel­zungs-Stim­mung“beim TuS: Der Gla­ner Vor­sit­zen­de Well­mann macht kei­nen Hehl dar­aus, „dass es bei uns auch Wi­der­stän­de gibt“. In der ver­gan­ge­nen Wo­che ha­be der TuS über den ak­tu­el­len Stand in­for­miert. Rund 70 Mit­glie­der sei­en da­bei ge­we­sen (von ins­ge­samt rund 1350). Man­che Be­den­ken­trä­ger sei­en vi­el­leicht nicht mehr so skep­tisch wie zu­vor, „Knack­punkt“kön­ne der neue Ver­eins­na­me sein, so Well­mann. Ei­ni­ge ein­ge­fleisch­te Gla­ner könn­ten nur schwer da­mit le­ben, dass Gla­ne im Na­men hin­ter Bad Iburg ste­he. An­de­rer­seits sol­len ja die Ver­eins­far­ben Schwarz-Gelb blei­ben, auch das neue Lo­go wer­de vom bis­he­ri­gen TuS do­mi­niert. „Wir ha­ben kei­ne Trend­ab­stim­mung ge­macht“, sagt Well­mann. Er ge­he je­doch da­von aus, dass in der „Ver­schmel­zungs-Ver­samm­lung“am 24. März die er­for­der­li­che Zwei­drit­tel­Mehr­heit (der an­we­sen­den Mit­glie­der) für den vor­ge­schla­ge­nen Weg zu­stan­de kom­me. „Ich bin mir si­cher, dass es klappt“, meint auch der TuS-Eh­ren­vor­sit­zen­de Hel­mut Bu­schmey­er. „Und ich ver­spü­re zu­neh­mend Zu­stim­mung für den Na­men SC Bad Iburg/Gla­ne.“

Wie geht es wei­ter? Am 24. März bit­ten bei­de Ver­ei­ne je­weils zur ent­schei­den­den Ver­samm­lung in den Gast­hof zum Fre­den. Zum 1. Ju­li 2017 könn­te dann der SC Bad Iburg/Gla­ne star­ten. Bei­de bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den si­gna­li­sie­ren üb­ri­gens, dass sie zu­nächst wei­ter be­reit sei­en, im neu­en Vor­stand mit­zu­ar­bei­ten – Well­mann als ers­ter Vor­sit­zen­der und Brun­ke als Stell­ver­tre­ter.

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