Geld­bo­ten de­mons­trie­ren vor Pro­se­gur-Nie­der­las­sung

Ei­ner von über 40 Warn­streiks – Ver­di for­dert Lohn­er­hö­hung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

OSNABRÜCK. Be­schäf­tig­te der Geld- und Wert­bran­che sind ges­tern bun­des­weit in ei­nen Warn­streik ge­tre­ten. Vor der Nie­der­las­sung des Si­cher­heits­dienst­leis­ters Pro­se­gur in Hel­lern ver­sam­mel­ten sich am frü­hen Mor­gen rund 50 Teil­neh­mer, um für bes­se­re Ta­rif­be­din­gun­gen und hö­he­re Löh­ne zu strei­ten.

„Die Be­schäf­tig­ten er­hö­hen den Druck vor der nächs­ten Ver­hand­lungs­run­de. Die Ent­schlos­sen­heit wächst, fai­re Löh­ne durch­zu­set­zen und die Bran­che aus dem Nied­rig­lohn­be­reich zu füh­ren“, er­klär­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Vol­ker Nüs­se zur Be­grün­dung. Die Di­enst­leis­tungs­ge­werk­schaft for­dert ei­ne Er­hö­hung der Löh­ne um 1,50 Eu­ro pro St­un­de und ei­ne An­glei­chung der Ent­gel­te in den ver­schie­de­nen Re­gio­nen und Be­rei­chen.

Seit Län­ge­rem be­män­geln Ver­tre­ter der Bran­che das an­hal­ten­de Lohn­ge­fäl­le zwi­schen ost- und west­deut­schen Bun­des­län­dern so­wie die aus ih­rer Sicht un­ver­hält­nis­mä­ßig ge­rin­ge Be­zah­lung von Mit­ar­bei­tern im Geld­und Wert­sek­tor. Mit den Streiks will Ver­di im ak­tu­el­len Ta­rif­kon­flikt den Druck auf die Ar­beit­ge­ber er­hö­hen

und ei­ne dau­er­haf­te Loh­ner- hö­hung für die Mit­ar­bei­ter er­zie­len. „Es kann nicht sein, dass Be­schäf­tig­te, die je­den Tag die Bar­geld­ver­sor­gung im Land si­chern, am En­de des Mo­nats oft selbst oh­ne Geld da­ste­hen“, so Vol­ker Nüs­se.

„Für die Ar­beit, die die Mit­ar­bei­ter leis­ten, wer­den sie nicht an­ge­mes­sen ver­gü­tet. Wir ma­chen Druck, bis wir von den Ar­beit­ge­bern ein ver­nünf­ti­ges An­ge­bot be­kom­men“, er­gänz­te Streik­lei­ter Frank Bu­scher. Zu­sam­men mit Mit­ar­bei­tern der Fir­ma TranSe­cu­ri­ty war er am frü­hen Mor­gen aus Ras­te­de

an­ge­reist, um die Strei­ken­den in Osnabrück zu un­ter­stüt­zen.

Die schwe­re kör­per­li­che Ar­beit so­wie der per­ma­nen­te Druck und die ho­he Ver­ant­wor­tung, de­nen sich die Mit­ar­bei­ter aus­ge­setzt sä­hen, ver­dien­ten ei­ne hö­he­re Wert­schät­zung, un­ter­strich Micha­el Pe­ters, Ver­di-Ge­werk­schafts­se­kre­tär in Osnabrück.

In der nächs­ten Ver­hand­lungs­run­de, die am 31. Ja­nu­ar statt­fin­den soll, hof­fen die Be­tei­lig­ten auf ei­ne zeit­na­he Ent­schei­dung und ei­ne zu­frie­den­stel­len­de Lö­sung für al­le Par­tei­en.

Fo­to: Micha­el Grün­del

Hö­he­re Löh­ne und bes­se­re Ta­rif­be­din­gun­gen for­der­ten 50 Strei­ken­de der Geld- und Wert­bran­che am Frei­tag in Osnabrück.

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