Ju­gend­li­che auf die Son­nen­sei­te ho­len

Ehe­paar Sen­ta und Gert Von­hoff grün­det Stif­tung

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Kin­der aus pre­kä­ren Ver­hält­nis­sen un­ter­stüt­zen, Fa­na­tis­mus und Aber­glau­ben ent­ge­gen­tre­ten, Men­schen in Not hel­fen, To­le­ranz und Völ­ker­ver­stän­di­gung för­dern – die­se Zie­le hat sich die ge­mein­nüt­zi­ge Gert-un­dSen­ta-Von­hoff-Stif­tung ge­setzt, die sich jetzt im Rat­haus vor­stell­te.

Von Rai­ner Lah­mann-Lam­mert

OSNABRÜCK. Von ei­ner „leis­tungs­fä­hi­gen Stif­tung“sprach Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Grie­sert beim Emp­fang im Frie­dens­saal. Der Staat kön­ne nicht al­le Auf­ga­ben er­fül­len. Gert und Sen­ta Von­hoff hät­ten mit ih­rer Stif­tung „et­was Dau­er­haf­tes“ge­schaf­fen. Ihr bür­ger­schaft­li­ches En­ga­ge­ment hel­fe, das Ge­mein­we­sen un­bü­ro­kra­tisch zu för­dern und die Le­bens­qua­li­tät vie­ler Men­schen zu si­chern und zu ver­bes­sern. Die Stif­tung ist mit ei­nem Ver­mö­gen von ei­ner Mil­li­on Eu­ro aus­ge­stat­tet.

Gert Von­hoff (77) war lan­ge Ge­schäfts­füh­rer bei der Fir­ma Wil­helm Koch, nach sei­nem Aus­schei­den vor 25 Jah­ren mach­te er Grund­stücks­ge­schäf­te und ver­mehr­te sein Ver­mö­gen. „Mei­ne Frau Sen­ta und ich le­ben auf der Son­nen­sei­te des Le­bens“, er­klär­te er. Sie bei­de hät­ten das Glück ge­habt, in Ei­ne Mil­li­on Eu­ro ha­ben Sen­ta und Gert Von­hoff in ih­re Stif­tung ein­ge­bracht. Ober­bür­ger­meis­ter Wolf­gang Grie­sert gab im Rat­haus ei­nen Emp­fang für das Stif­ter­paar.

in­tak­ten Fa­mi­li­en auf­zu­wach­sen und von den El­tern be­hü­tet und mo­ti­viert zu wer­den. Die­ses Glück wer­de vie­len Kin­dern nicht zu­teil, be­dau­er­te der Kauf­mann.

„Als ge­bür­ti­ger Os­na­brü­cker füh­le ich mich der Re­gi­on sehr ver­bun­den“, be­kun­de­te der be­geis­ter­te Seg­ler und Gol­fer, und füg­te hin­zu, auch sei­ne Frau, ei­ne ge­bür­ti­ge Gra­ze­rin, „die seit nun­mehr 48 Jah­ren hier lebt, möch­te hier hel­fen, wo wir zu Hau­se sind und wo das Stif­tungs­ver­mö­gen er­wirt­schaf­tet wur­de“. Mehr als ei­ne Mil­li­on Eu­ro wur­den in ei­nem breit ge­streu­ten Ak­ti­en­fonds

an­ge­legt. Au­ßer­dem soll ein Ge­wer­be­grund­stück an der Karl­stra­ße nach dem Tod des Ehe­paars in die Stif­tung ein­ge­hen und Er­trä­ge in Form von Erb­bau­zin­sen ab­wer­fen.

In den Stif­tungs­bei­rat hat Gert Von­hoff Freun­de aus dem Ro­ta­ry-Club be­ru­fen, dem er auch sel­ber an­ge­hört. Die Stif­tung zie­le auf ei­ne lan­ge und nach­hal­ti­ge För­de­rung. Si­cher­lich kön­ne sie nicht al­le Ju­gend­li­chen „auf die Son­nen­sei­te des Le­bens ho­len“, mein­te der Stifter. Aber vi­el­leicht ge­lin­ge es ja ge­mein­sam, „ih­nen ein paar wär­men­de Son­nen­strah­len zu schi­cken“.

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