Qu­er­fahrt über‘s Eis

Neu­er Track Mo­dus im To­yo­ta GT86 sorgt für noch mehr Fahr­spaß

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kfz Welt -

Von Chris­ti­na Fin­ke

RO­VA­NIE­MI/FINN­LAND. Di­rekt vor­weg: All­zu viel ist bei der Mo­dell­pfle­ge des To­yo­ta GT86 nicht pas­siert. Doch auf die Men­ge kam es Chef­kon­struk­teur Tet­s­u­ya Ta­da auch nicht an. Viel wich­ti­ger bei den Ve­rän­de­run­gen am Ka­ros­se­rie­de­sign: Sie sol­len zugleich ei­nen prak­ti­schen Zweck er­fül­len, die Ae­ro­dy­na­mik op­ti­mie­ren. So ist die mar­kan­te Cou­pé-Form ge­blie­ben, doch die Front wirkt mit brei­te­rem Küh­ler­grill und wei­ter nach un­ten ge­zo­ge­ner Na­se nun fla­cher und brei­ter. Au­ßer­dem sind vor­ne wie hin­ten neue LED-Schein­wer­fer mit in­te­grier­ten Blin­kern ver­baut. Am Heck prangt ein neu­er Spoi­ler im Flü­gel­de­sign, 17-Zoll-Leich­me­tall­rä­der runden den sport­li­chen Auftritt des GT86 ab.

Im In­nen­raum gibt‘ s neue Be­zug­stof­fe und Car­bon-Ap­pli­ka­tio­nen. Das mul­ti­funk­tio­na­le Sport­lenk­rad wur­de ver­klei­nert, das neue Mul­tiIn­for­ma­ti­ons­dis­play zeigt dem Fah­rer Leis­tungs- und Dreh­mo­ment­ver­lauf so­wie G-Kräf­te an und die in­te­grier­te Stopp­uhr er­laubt das Auf­zeich­nen von Run­den­zei­ten.

Den 2,0 Li­ter-Bo­xer-Saug­mo­tor, den der GT86 vorn be­her­bergt, lässt To­yo­ta un­an­ge­tas­tet. Die Hin­ter­rä­der wer­den über ein Sechs­gan­gSchalt­ge­trie­be oder ein Au­to­ma­tik­ge­trie­be an­ge­trie­ben, mit ei­ner Leis­tung von 200 PS und ei­nem Dreh­mo­ment von 205 Nm ge­lingt der Sprint von 0 auf Tem­po 100 mit Schalt­ge­trie­be in 7,6 Se­kun­den.

Nun aber zur wohl wich­tigs­ten Neue­rung – dem Track Mo­dus, der beim Spie­len mit dem GT86 noch mehr Fahr­spaß und dy­na­mi­sche Frei­heit brin­gen soll. Al­so, ab ins ver­schnei­te Ro­va­nie­mi in Lap­p­land und rauf auf die schnee­be­deck­ten und ver­eis­ten Stre­cken des Arc­tic Dri­ving Cen­ters. Über ei­ne Tas­te in der Mit­tel­kon­so­le lässt sich das neue Fahr­pro­gramm ak­ti­vie­ren: Fahr­zeugsta­bi­li­täts­kon­trol­le und An­triebs­schlupf­re­ge­lung grei­fen dann deut­lich spä­ter als sonst ins dy­na­mi­sche Geschehen ein. Dank der gu­ten Ge­wichts­ver­tei­lung, nied­ri­gem Ge­wicht und aus­ge­wo­ge­nem Hand­ling schafft es auch ei­ne blu­ti­ge Drif­tin­gAn­fän­ge­rin nach ein paar Runden, den GT86 quer durch die Kur­ven glei­ten zu las­sen und mit den Hin­ter­rä­dern den Schnee auf­zu­wir­beln. Und wenn der Drift doch mal zu über­dre­hen droht – dann fan­gen die elek­tro­ni­schen Hel­fer den Sport­wa­gen wie­der ein. To­yo­tas Ziel nur noch Au­tos zu bau­en, die pu­res Fahr­ver­gnü­gen bie­ten, geht beim GT86 voll und ganz auf. Und das zu mo­de­ra­ten Prei­sen ab 29 900 Eu­ro.

Nur ei­nes kann das brei­te Grin­sen nach der ei­si­gen Test­fahrt dann noch ver­stär­ken: Ei­ne Fahrt mit Fred­ric Aas­bø, dem Drift- Welt­meis­ter von 2015, in sei­nem To­yo­ta 86-X, der auf Ba­sis ei­nes se­ri­en­mä­ßi­gen GT86 ent­wi­ckelt wur­de und über 1000 PS und fast 1600 Nm Dreh­mo­ment ver­fügt. Vor al­lem für die Fin­nen, die sonst mit le­dig­lich fünf HS (für Hun­de­stär­ken) vor dem Schlit­ten durch ihr Win­ter-Wun­der­land glei­ten, wohl ei­ne will­kom­me­ne Ab­wechs­lung.

Der To­yo­ta GT-86 be­kommt ein leich­tes Face­lift. Fo­tos: To­yo­ta

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