Lin­ke und Grü­ne un­zu­frie­den mit Schulz

Kip­ping: Keine Aus­sa­ge zu Rei­chen­steu­er – Öz­de­mir mahnt Klimaschutz an

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite - Von Bea­te Ten­fel­de Von Brüssel nach Ber­lin: Mehr zu Mar­tin Schulz auf noz.de/po­li­tik

Die Vor­sit­zen­den der Lin­ken und der Grü­nen ha­ben sich un­zu­frie­den über die Re­de des neu­en SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz ge­äu­ßert. Da­bei dürf­te ein rot-rot-grü­nes Bünd­nis die ein­zi­ge Chan­ce für Schulz sein, tat­säch­lich das Kanz­ler­amt zu er­obern. Schulz war ges­tern no­mi­niert wor­den.

Lin­ken-Che­fin Kat­ja Kip­ping hat Zwei­fel am Ve­rän­de­rungs­wil­len des SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten. Ob Schulz wirk­lich die SPD-For­de­rung nach „mehr Ge­rech­tig­keit“er­fül­len wer­de, sei nach sei­ner ers­ten Re­de „im­mer noch of­fen“, sag­te Kip­ping un­se­rer Re­dak­ti­on. Die An­kün­di­gung ge­büh­ren­frei­er Bil­dung von der Ki­ta bis zur Uni sei wich­tig. „Aber aus­ge­rech­net bei ei­ner der Kern­fra­gen der so­zia­len Ge­rech­tig­keit, der an­ge­mes­se­nen Be­steue­rung von Reich­tum, blieb er mit der For­de­rung nach Steu­er­ge­rech­tig­keit im All­ge­mei­nen“, kri­ti­sier­te die Lin­ken-Che­fin. Ei­ne rot-rot­grü­ne Re­gie­rung hän­ge von In­hal­ten und nicht vom Per­so­nal ab. Die Lin­ke wer­de die SPD an ih­ren Ta­ten mes­sen, sag­te Kip­ping.

Grü­nen-Chef Cem Öz­de­mir hat das Feh­len kon­kre­ter Aus­sa­gen zu Klimaschutz und Ener­gie von Mar­tin Schulz be­an­stan­det. „Schulz hängt in der Re­tro-Schlei­fe“, sag­te Öz­de­mir un­se­rer Re­dak­ti­on. Zu­kunfts­fä­hig­keit und Auf­bruch be­deu­te­ten auch Koh­le­aus­stieg und die För­de­rung von al­ter­na­ti­ven In­no­va­tio­nen. Es sei gut, dass Schulz den ge­sell­schaft­li­chen Zu­sam­men­halt und die so­zia­le Ge­rech­tig­keit in den Mit­tel­punkt stel­le. „Aber un­se­re Zu­kunft in Deutschland und Eu­ro­pa hängt ganz zen­tral an der öko­lo­gi­schen Mo­der­ni­sie­rung der Wirt­schaft“, mahn­te Öz­de­mir.

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