Schäu­b­le räumt Feh­ler in Asyl­po­li­tik ein

Fi­nanz­mi­nis­ter: In­zwi­schen ma­chen wir vie­les bes­ser

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Mit Blick auf Hun­dert­tau­sen­de ein­ge­reis­te Mi­gran­ten hat Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) Feh­ler der Bun­des­re­gie­rung in der Flücht­lings­po­li­tik ein­ge­räumt. In­zwi­schen ver­su­che die Re­gie­rung aber, „vie­les von dem, was uns 2015 aus dem Ru­der ge­lau­fen ist, bes­ser zu ma­chen“, sag­te Schäu­b­le der „Welt am Sonn­tag“. „Wir Po­li­ti­ker sind Men­schen, auch wir ma­chen Feh­ler. Aber man kann we­nigs­tens aus Feh­lern ler­nen.“

2015 wa­ren knapp 900 000 Asyl­su­chen­de zu­meist über si­che­re Dritt­staa­ten wie Ös­ter­reich nach Deutschland ein­ge­reist, oh­ne dass sie ge­mäß den EURe­geln zu­rück­ge­wie­sen oder an der Gren­ze in­ten­siv über­prüft wur­den. Erst die Abrie­ge­lung der Flucht­rou­te über den Bal­kan und das EU-Ab­kom­men mit der Tür­kei brems­ten den Flücht­lings­zu­zug.

Schäu­b­le er­klär­te, die Über­prü­fung, ob je­mand Leis­tun­gen zu Recht be­zie­he, sei auf­wen­dig. „Wenn wir uns das nicht mehr leis­ten wol­len, dann müs­sen wir gu­cken, ob wir mit den an­de­ren EU-Län­dern auf ei­nen ge­mein­sa­men, ein­heit­li­chen So­zi­al­stan­dard kom­men. Bis­her ist das in Deutschland ein Ta­bu“, sag­te Schäu­b­le.

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