„Gei­ler geht’s nicht“

Schulz und sein Bi­zeps – Rüz­gars „Klas­se-Ein­stand“– Gri­mal­dis Lob

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

Die li­la-wei­ße Ge­fühls­welt fass­te Micha­el Hohn­stedt nach dem Spiel wohl am tref­fends­ten zu­sam­men: „Gei­ler geht’ s nicht. Ich weiß gar nicht, wann zu­letzt ein Der­by so deut­lich aus­ge­gan­gen ist.“Bei dem wei­te­ren State­ment des 28-Jäh­ri­gen wur­de deut­lich, war­um er den Spitz­na­men „Kampf­schwein“trägt: „Ich ha­be im­mer ge­sagt: Wenn ich auf dem Platz ste­he, dann ge­be ich al­les für die­sen Ver­ein. Ich weiß nicht, wie vie­le Ki­lo­me­ter ich heu­te ge­lau­fen bin.“

Ähn­lich er­freut über den Der­by­sieg war na­tür­lich auch Mar­cel Ap­piah. Der VfL-In­nen­ver­tei­di­ger bi­lan­zier­te wie ge­wohnt in sei­ner eher sach­lich nüch­ter­nen Art: „Es war das er­war­tet schwe­re Spiel, aber die Punk­te sind in Os­na­brück ge­blie­ben.“Zum Glück hät­ten sei­ne Kol­le­gen und er nicht an den Auf­tritt vor der Win­ter­pau­se in Paderborn an­ge­knüpft.

Und sein Auf­tre­ten ge­gen Münster? „Das müs­sen an­de­re ent­schei­den. Mei­ne ei­ge­ne Leis­tung schät­ze ich im­mer als aus­bau­fä­hig ein.“

Von ei­nem „Klas­se-Ein­stand“sprach Neu­zu­gang Ke­mal Rüz­gar. Ja, und der Mit­tel­stür­mer fühlt sich of­fen­sicht­lich pu­del­wohl: „,Ot­schi‘ und ich ver­ste­hen uns gut als Sturm­duo. Wir sind

bei­de jung und hung­rig. Ge­ne­rell konn­te ich mich hier schnell an mei­ne Mit­spie­ler ge­wöh­nen, die Mann­schaft hat mich su­per auf­ge­nom­men.“

Ei­nen kaum ver­mu­te­ten Aspekt er­wähn­te VfL-In­te­rims­ka­pi­tän Bas­ti­an Schulz bei sei­ner Analyse. Mit ei­nem Au­gen­zwin­kern be­ant­wor­te­te er die Fra­ge, wie ihm denn das Tra­gen der Ka­pi­täns­bin­de be­kom­men sei: „Man merkt das nicht wirk­lich. Aber die Bin­de ist ein biss­chen eng für mei­nen Ober­arm. Ich glau­be, dass Ha­lil Sav­ran da ei­nen klei­ne­ren Bi­zeps hat.“Dass der VfL in Ball­be­sitz sei­ne Feh­ler­quo­te im Mit­tel­feld in den nächs­ten Par­ti­en mi­ni­mie­ren muss, gab der 31-Jäh­ri­ge selbst­kri­tisch zu. „Münster hat den Ball ins Zentrum pro­vo­ziert und uns dort mas­siv at­ta­ckiert. Gut war aber, dass wir un­ser Spiel – auch wenn nicht al­les ge­klappt hat – trotz­dem durch­ge­drückt ha­ben und mu­tig ge­blie­ben sind. Das hat Stär­ke aus­ge­strahlt“, sag­te Schulz.

Viel Lob für sei­nen ExKlub hat­te schließ­lich noch Preu­ßen-An­grei­fer Adria­no Gri­mal­di pa­rat: „Un­se­re in­di­vi­du­el­len Feh­ler wa­ren heu­te ent­schei­dend – und die in­di­vi­du­el­le Klas­se des Geg­ners. Os­na­brück hat­te da ein­fach Füch­se auf dem Platz.“

Fo­to: Kem­me

Vol­ler Ein­satz: Ant­ho­ny Syh­re (links) und Bas­ti­an Schulz im Kampf ge­gen Müns­ters Mi­che­le Riz­zi.

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