Woll­te Os­na­brü­cker „für den Is­lam ster­ben“?

29-Jäh­ri­ger ab heu­te als An­ge­klag­ter vor dem Land­ge­richt – Pis­to­le in die Ka­me­ra ge­hal­ten und Bild bei Face­book ver­öf­fent­licht

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück -

Ein 29jäh­ri­ger Os­na­brü­cker muss sich ab heu­te vor dem Land­ge­richt Os­na­brück ver­ant­wor­ten. Er droh­te auf Face­book mit An­schlä­gen und schrieb, „für den Is­lam ster­ben“zu wol­len.

Am 19. Ju­li soll Hen­rik N. auf sei­nem öf­fent­lich ein­seh­ba­ren – un­ter Pseud­onym ge­führ­ten – Pro­fil bei Face­book ein Fo­to hoch­ge­la­den ha­ben, auf dem er ver­mummt ei­ne Pis­to­le in die Ka­me­ra hält. Er schrieb da­mals un­ter an­de­rem, mit der Waf­fe An­schlä­ge auf be­stimm­te Per­so­nen­grup­pen ver­üben zu wol­len. Wel­che das sind, ist in der An­kla­ge­schrift nicht nä­her de­fi­niert, sagt Nicole Hell­mich, Spre­che­rin des Land­ge­richts, auf Nach­fra­ge un­se­rer Re­dak­ti­on. Dar­über hin­aus soll N. bei Face­book ge­schrie­ben ha­ben, „für den Is­lam ster­ben“zu wol­len.

Die Er­mitt­lungs­be­hör­den ha­ben aber of­fen­bar kei­nen An­halts­punkt da­für, dass es sich bei dem 29-Jäh­ri­gen tat­säch­lich um ei­nen ge­walt­be­rei­ten Is­la­mis­ten han­delt. In sol­chen Fäl­len sind meist nicht Amts- oder Land­ge­rich­te zu­stän­dig. Sie wer­den statt­des­sen vor dem Staats­schutz­se­nat ei­nes Ober­lan­des­ge­richts ver­han­delt.

Ne­ben Zeu­gen wird die Os­na­brü­cker Kam­mer auch ei­nen Sach­ver­stän­di­gen an­hö­ren. Der Fall wird ab heu­te vor der 15. Gro­ßen Straf­kam­mer ver­han­delt. Ein Fort­set­zungs­ter­min ist für den 3. Fe­bru­ar ge­plant.

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