Noch ein Last-mi­nu­te-Trans­fer?

Lot­te hält nach wei­te­rem In­nen­ver­tei­di­ger Aus­schau – Aus­fall­zeit von Haitz un­ge­wiss

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Das Feh­len von In­nen­ver­tei­di­ger Mat­thi­as Rahn, der nach sei­nem Kreuz­band­riss noch nicht wie­der punkt­spiel­fä­hig ist, schmerz­te die Sport­freun­de Lot­te beim 1:2 (0:2) zum Rück­run­den­start stark. Am Sams­tag beim SV We­hen Wies­ba­den fehlt nun noch auch noch der ge­sperr­te Ne­ben­mann Ger­rit Nau­ber.

Von Chris­ti­an Det­loff

LOT­TE. In der ers­ten Vor­run­den­hälf­te war die Kopf­ball­stär­ke bei ei­ge­nen und geg­ne­ri­schen Flan­ken noch ei­ne der gro­ßen Vor­zü­ge des Dritt­li­ga-Auf­stei­gers. „Mat­thi­as Rahn fehlt uns sehr“, sagt SFL-Trai­ner Is­mail Atalan: „Ge­gen Wer­der hat­ten wir nur Ger­rit Nau­ber, Tim Wen­del und mit leich­ten Ab­stri­chen Alex­an­der Lan­glitz als kopf­ball­star­ke und kör­per­lich aus­rei­chend star­ke Ak­teu­re auf dem Platz.“

Ei­ner, der wie­der für die nö­ti­ge Ro­bust­heit im Luft­kampf sor­gen könn­te, ist Neu­zu­gang To­bi­as Haitz. We­gen ei­ner Ober­schen­kel­zer­rung ver­pass­te er sei­nen Ein­stand ge­gen Wer­der. „Wir wissen nicht, wie lan­ge Haitz aus­fällt. Und des­halb soll­ten wir dar­über nach­den­ken, ob wir uns auf die­ser Po­si­ti­on noch mal ver­stär­ken kön­nen.“Ob dies bis Di­ens­tag um Mit­ter­nacht, wenn die letz­te Trans­fer­pha­se die­ser Sai­son en­det, rea­li­sier­bar ist, er­scheint dem Lot­ter Trai­ner al­ler­dings frag­lich.

Ka­pi­tän Nau­ber for­dert die vor­han­de­nen Spie­ler auf, die Wach­sam­keit und Ent­schlos­sen­heit bei den Stan­dards zu ver­bes­sern. „Wenn man weiß, in welch schlech­tem Zu­stand der Ra­sen ist, ist gleich­zei­tig klar, welch gro­ße Be­deu­tung die Stan­dards ha­ben“, so der In­nen­ver­tei­di­ger. Wie be­reits im letz­ten

Test­spiel bei Han­no­ver 96 hat­te auch Bremen den Sport­freun­den ei­ni­ges an Ef­fi­zi­enz vor­aus.

Tim Wen­del sah den Rück­run­den­auf­takt als star­ken Kon­trast zum 3:0-Sieg im Hin­spiel. „Da war Wer­der an­fangs bes­ser und ließ die ers­ten Chan­cen aus – ehe wir dann zu­schlu­gen. Heu­te war

es ge­nau an­ders­her­um“, sag­te der Mit­tel­feld­spie­ler.

Sei­ne Mann­schaft ha­be in der ers­ten 35 Spiel­mi­nu­ten und auch nach der Halb­zeit­pau­se pro­biert, rich­tig Gas zu ge­ben. „Aber auf die­sem Ra­sen ist es enorm schwer, in ei­ne ech­te Drang­pha­se zu kom­men.“Ei­ne Sicht­wei­se, die Atalan ein gu­tes Stück weit teil­te: „Wir ha­ben ge­gen Wer­der si­cher nicht un­ser bes­tes Spiel ab­ge­lie­fert. Aber wir hat­ten im­mer­hin fast 70 Pro­zent Ball­be­sitz.“In­so­fern sei die Nie­der­la­ge nicht zwin­gend ver­dient. „Wir müs­sen uns aber schon vor­wer­fen, trotz des schlech­ten Ra­sens nicht mehr aus dem Ball­be­sitz ge­macht zu ha­ben.“

Fo­to: Mru­gal­la

Ge­wohnt ein­satz­freu­dig: Tim Wen­del, hier ge­gen Ni­k­las Schmidt und Ra­fa­el Ka­zi­or am Ball.

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