Mehr St­un­den für Schul­se­kre­tä­rin­nen

Rats­be­schluss wird um­ge­setzt: Mehr St­un­den für Os­na­brücks Schul­se­kre­tä­rin­nen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Vorderseite - Von Diet­mar Krö­ger Foto: imago/Plus­pho­to

Die am En­de der letz­ten Wahl­pe­ri­ode be­schlos­se­ne Auf­sto­ckung der Ar­beits­stun­den für die Schul­se­kre­tä­rin­nen kommt in Schwung. In den Grund- und För­der­schu­len wur­de die An­pas­sung be­reits um­ge­setzt, an­de­re Schul­for­men fol­gen.

Seit dem 1. Ja­nu­ar wird die Luft in den Os­na­brü­cker Schul­se­kre­ta­ria­ten wie­der et­was sau­er­stoff­hal­ti­ger. Als Ers­te kön­nen die Schul­sach­be­ar­bei­te­rin­nen in den Grund- und För­der­schu­len auf­at­men. Sie be­kom­men mehr St­un­den für die an­fal­len­den Ar­bei­ten.

OS­NA­BRÜCK. Ei­ne seit über 15 Jah­ren un­ver­än­der­te Be­rech­nungs­grund­la­ge für die Tä­tig­kei­ten in den Schul­se­kre­ta­ria­ten hat­te die Luft für die Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten in den Os­na­brü­cker Schu­len dünn wer­den las­sen. 6130 St­un­den Mehr­ar­beit, ver­teilt auf 70 Mit­ar­bei­te­rin­nen, wa­ren so mit Stand Sep­tem­ber 2015 in den Schul­se­kre­ta­ria­ten der Os­na­brü­cker Schu­len an­ge­fal­len. Pro Schul­sach­be­ar­bei­te­rin macht das im Schnitt 87 St­un­den. Vor al­lem an den Grund­schu­len ist der Zeit­auf­wand in den ver­gan­ge­nen Jah­ren er­heb­lich ge­stie­gen, aber auch an­de­re Schul­for­men sind – wenn auch in un­ter­schied­li­chem Maß – be­trof­fen.

Ob die Atem­not mit der St­un­den­auf­sto­ckung gänz­lich zu be­he­ben ist, soll an die­ser Stel­le zu­nächst ein­mal da­hin­ge­stellt sein. Fakt ist, dass die Ver­wal­tung in die Se­kre­ta­ria­te na­he­zu al­ler 52 städ­ti­schen Schu­len ge­schaut hat, um ei­ne Be­stands­ana­ly­se zu ma­chen und dar­auf ba­sie­rend den St­un­den­be­darf für die in den Se­kre­ta­ria­ten ab­zu­wi­ckeln­den kom­mu­na­len Auf­ga­ben neu zu be­rech­nen. Nicht in

die­se Be­rech­nung ein­be­zo­gen sind Ar­bei­ten, die aus Auf­ga­ben des Lan­des ent­ste­hen, die den Schu­len über­tra­gen wur­den, wie zum Bei­spiel im Zu­sam­men­hang mit der ei­gen­ver­ant­wort­li­chen Schu­le. Zwar sol­len die­se Ar­bei­ten von den kom­mu­nal fi­nan­zier­ten Schul­sach­be­ar­bei­te­rin­nen nicht er­le­digt wer­den, die trenn­schar­fe Auf­tei­lung bei­der Be­rei­che dürf­te aber im Schul­all­tag pra­xis­fern sein. Zu­mal auch, weil die Schul­lei­tun­gen von

ih­rem Ar­beit­ge­ber, dem Land Nie­der­sach­sen, kei­ne mit dem Auf­ga­ben­zu­wachs kor­re­spon­die­ren­de si­gni­fi­kan­te St­un­de­n­er­mä­ßi­gung ih­rer Lehr­tä­tig­keit be­kom­men ha­ben.

220 000 Eu­ro Kos­ten

Andrea But­ke, die in der Stadt­ver­wal­tung den Fach­be­reich Schu­le als Lei­te­rin ver­ant­wor­tet, ist auf je­den Fall froh, dass sich die Po­li­tik noch so­zu­sa­gen auf den letz­ten Drü­cker, sprich in der

letz­ten Rats­sit­zung der ab­ge­lau­fe­nen Wahl­pe­ri­ode, auf ei­ne Neu­be­rech­nung der Ar­beits­zei­ten in den Schul­se­kre­ta­ria­ten ei­ni­gen konn­te. Im­mer­hin wird die St­un­den­er­hö­hung die Stadt et­wa 220 000 Eu­ro kos­ten. „Wir ha­ben Ge­sprä­che an den ein­zel­nen Stand­or­ten ge­führt und wer­den die­se Ge­sprä­che auch noch fort­set­zen“, sagt But­ke.

Die Ver­wal­tung ver­su­che, die In­ter­es­sen der Mit­ar­bei­te­rin­nen an den Schu­len zu

be­rück­sich­ti­gen, er­gänzt Chris­ti­an From­me, als Lei­ter des Fach­diens­tes Zen­tra­le Auf­ga­ben nicht nur für die Be­rech­nung, son­dern auch für die Um­set­zung der neu­en St­un­den­ta­bleaus zu­stän­dig. From­me ist be­müht nicht nur die schu­li­schen, son­dern auch die in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se der Mit­ar­bei­te­rin­nen um­zu­set­zen. Nach sei­nen Wor­ten ist auch da­durch ei­ne stand­ort­spe­zi­fi­sche St­un­den­an­pas­sung un­er­läss­lich.

Das Leis­tungs­spek­trum der Schul­sach­be­ar­bei­te­rin­nen geht weit über das Te­le­fo­nie­ren hin­aus. Ei­ne An­pas­sung der Ar­beits­zei­ten war nach mehr als 15 Jah­ren über­fäl­lig.

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