Bald Warn­streiks im öf­fent­li­chen Di­enst?

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft -

Die Ge­werk­schaf­ten ha­ben zum Auf­takt der zwei­ten Ta­rif­ver­hand­lungs­run­de für den öf­fent­li­chen Di­enst der Län­der ein ernst­haf­tes An­ge­bot ver­langt – an­sons­ten dro­hen Warn­streiks. Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke sag­te am Mon­tag in Potsdam, grund­sätz­lich stre­be man ei­ne Ei­ni­gung am Ver­hand­lungs­tisch an. Es ge­be aber auch an­de­re Mög­lich­kei­ten, deu­te­te der Ge­werk­schafts­vor­sit­zen­de die Mög­lich­keit bun­des­wei­ter Warn­streiks an.

Der Ver­hand­lungs­füh­rer des Be­am­ten­bun­des (dbb), Wil­li Russ, wur­de deut­li­cher. Wenn die Ta­rif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der (TdL) wei­ter maue­re, „re­agie­ren die Be­schäf­tig­ten in den kom­men­den Ta­gen über­all in Deutsch­land mit spür­ba­ren Pro­tes­ten und Warn­streiks“.

Ge­werk­schaf­ten und Ar­beit­ge­ber hat­ten sich beim Auf­takt Mit­te Ja­nu­ar kom­pro­miss­be­reit ge­zeigt. Der TdL-Ver­hand­lungs­füh­rer, Nie­der­sach­sens Fi­nanz­mi­nis­ter Pe­ter-Jür­gen Schnei­der (SPD), mach­te deut­lich, dass die Ge­werk­schafts­for­de­rung von ins­ge­samt sechs Pro­zent mehr Lohn viel zu hoch sei. In der zwei­ten Run­de müss­ten nun zu­nächst die ein­zel­nen For­de­run­gen de­fi­niert wer­den, die „un­ter dem Dach“der sechs Pro­zent zu­sam­men­ge­fasst sei­en.

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