„Ir­gend­wie fehl­te noch was“

Im Re­gie­raum für die An­zei­ge­ta­fel hat Jac­que­line Bos­se ei­nen gu­ten Über­blick

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region - Von Cars­ten Rich­ter

Mit 1:2 ha­ben die Sport­freun­de Lot­te (SFL) zum Rück­run­den­auf­takt ge­gen Wer­der Bremen II ver­lo­ren. Das Er­geb­nis und auch vie­le wei­te­re Spiel­in­for­ma­tio­nen wer­den je­des Mal von SFL-Mit­ar­bei­te­rin Jac­que­line Bos­se auf die neue An­zei­ge­ta­fel pro­ji­ziert.

Frau Bos­se, das ers­te Spiel im neu­en Jahr ging lei­der ver­lo­ren. Wie fällt Ihr Fa­zit aus?

Ich fin­de, dass die Sport­freun­de gut ge­spielt ha­ben und über­le­gen wa­ren. Al­ler­dings hat es vor dem Tor im Ab­schluss ge­ha­pert. Der ver­schos­se­ne Elf­me­ter am An­fang war schlecht, denn da­nach war der Wurm drin. Es hät­te der Mann­schaft viel ge­hol­fen, wenn der Elf­me­ter drin ge­we­sen wä­re. Dann wä­re das Spiel an­ders ver­lau­fen. Statt­des­sen mach­te Bremen gleich zwei To­re un­mit­tel­bar hin­ter­ein­an­der. Es war schon sehr hart, zu­nächst die­ses ers­te Ge­gen­tor hin­neh­men zu müs­sen. Mit dem gleich fol­gen­den 0:2 wur­de es dann nicht leich­ter. Nach der Pau­se fiel schnell das 1:2 und dann hat­te man wie­der Hoff­nung. Die Chan­cen zum Aus­gleich wa­ren da, aber ir­gend­wie fehl­te doch was. Ein Un­ent­schie­den wä­re auf je­den Fall ge­recht ge­we­sen.

Ist das ein Rück­schlag, wenn das ers­te Spiel gleich ver­lo­ren geht? Oder muss man das im ers­ten Spiel nach der Win­ter­pau­se noch nicht über­be­wer­ten? Ich wür­de schon sa­gen, dass das ein Rück­schlag war. Schließ­lich hat­te man das Hin­spiel ja noch mit 3:0 ge­won­nen. Viel­leicht liegt der Fo­kus aber schon zu sehr auf dem DFB-Po­kal­spiel ge­gen 1860 Mün­chen.

Zu Ih­rem Job: Wie kommt man da­zu, am Re­gie­pult die An­zei­ge­ta­fel zu be­die­nen?

Das ha­be ich mei­nem Va­ter zu ver­dan­ken, denn es wur­de je­mand ge­sucht, der die An­zei­ge­ta­fel be­die­nen kann. Und da kam er auf mich, weil ich vor­her schon bei den Spie­len der Sport­freun­de da­bei war. Ich über­nahm die Tä­tig­keit un­ter der Prä­mis­se, dass die Be­die­nung nicht zu schwer sein darf. Das De­büt war dann gleich beim DFB-Po­kal­spiel ge­gen Wer­der Bremen.

Dann ha­be ich das nächs­te und über­nächs­te Spiel auch noch ge­macht und nun bin ich im­mer noch da­bei.

Sie ha­ben ei­nen su­per Platz im Sta­di­on, denn Sie sit­zen auf Hö­he der Mit­tel­li­nie, oder?

Ge­nau, man hat dort ei­nen sehr gu­ten Über­blick. Zwei wei­te­re Vor­tei­le gibt es aber auch noch: Man sitzt dort warm und über­dacht. Das ist ja ge­ra­de jetzt von Vor­teil. Al­ler­dings darf man den Job auch nicht un­ter­schät­zen, denn man muss das gan­ze Spiel über sehr kon­zen­triert sein und soll­te sich nicht ab­len­ken

las­sen. Die Be­die­nung ist zum Glück nicht so schwie­rig. Feh­ler soll­te man auf je­den Fall nicht ma­chen, weil so et­was dann auf den Ver­ein zu­rück­fällt. Vor al­lem ist es auch für die Spon­so­ren wich­tig, dass die Wer­be­wand rich­tig funk­tio­niert und de­ren

Spots gut her­über­kom­men.

Aber kom­plett al­lein müs­sen Sie nicht ar­bei­ten, oder?

Wir sind im Re­gie­raum im­mer zu dritt. Sechs Au­gen se­hen ei­gent­lich al­les, was auf dem Platz pas­siert. In­so­fern ist man nie al­lein auf sich ge­stellt, son­dern ich ha­be im­mer Hil­fe, wenn ich sie be­nö­ti­ge. Mitt­ler­wei­le bin ich, was die Spie­ler an­geht, sehr na­mens­si­cher. Schließ­lich muss man bei Gel­ben und Ro­ten Kar­ten, Aus­wechs­lun­gen so­wie To­ren schnell und si­cher sein, was man auf der An­zei­ge­ta­fel dar­stellt. Das klappt ganz gut.

Man merkt, die­ser Job macht Ih­nen viel Spaß.

Ich ma­che die­se Tä­tig­keit schon sehr gern. Vor al­lem ar­bei­te ich in ei­nem net­ten Team mit, und das ist klas­se. Spaß ma­chen auch die Spie­le, die ich bis­her ge­se­hen ha­be. Denn da wa­ren vie­le gu­te da­bei. Das Elf­me­ter­schie­ßen ge­gen Leverkusen zum Bei­spiel war schon et­was ganz Be­son­de­res. Die­ses Er­geb­nis dann auf die An­zei­ge­ta­fel zu set­zen hat am meis­ten Spaß ge­macht.

Al­les zu den Sport­freun­den, Hin­ter­grün­de und Ana­ly­sen le­sen Sie im In­ter­net auf noz.de/sfl

Fo­tos: Man­fred Mru­gal­la

Hän­gen­de Köp­fe bei den Sport­freun­den: Ger­rit Nau­ber (links) und Mo­ritz Hey­er beim Spiel ge­gen Wer­der Bremen II. Jac­que­line Bos­se meint: „Ein Un­ent­schie­den wä­re ge­recht ge­we­sen.“

Jac­que­line Bos­se hat al­les im Blick – und ist zu­frie­den mit der Vor­stel­lung der Sport­freun­de.

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