Das Spiel in der Of­fen­si­ve ver­lo­ren

RSC Os­na­brück un­ter­liegt Spit­zen­rei­ter Hannover Uni­ted denk­bar knapp 49:52

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Lokalsport -

Von Fa­bi­an Pie­per

OS­NA­BRÜCK. Nur we­ni­ge Ken­ner des Os­na­brü­cker Roll­stuhl­bas­ket­balls hät­ten beim Du­ell des Zweit­li­gaD­rit­ten RSC Os­na­brück ge­gen den un­ge­schla­ge­nen Ta­bel­len­zwei­ten Hannover Uni­ted auf ei­nen en­gen Spiel­ver­lauf ge­tippt, an des­sen En­de die Os­na­brü­cker vie­le Grün­de zum Ha­dern hat­ten. Doch ge­nau so kam es.

Wer nach der Schluss­si­re­ne in die Ge­sich­ter der RSCAk­teu­re blick­te, sah vor al­lem ei­nes: Ent­täu­schung. Mit 49:52 un­ter­lag das Team von Frits Wieg­mann dem Erst­li­ga-Ab­stei­ger denk­bar knapp. Frei­lich kann so et­was ge­gen ein solch star­kes Kol­lek­tiv vor­kom­men, doch RSC-Ka­pi­tän Dennis Nohl fass­te in Wor­te, was ihn und sei­ne Kol­le­gen so är­ger­te: „Wir hat­ten es sel­ber in der Hand!“

Da­von über­zeug­ten sich rund 50 Zu­schau­er. Die an­fangs noch gu­te Ver­tei­di­gungs­ar­beit der Haus­her­ren hät­te die Grund­la­ge für ei­ne star­ke An­fangs­pha­se sein kön­nen, doch der RSC zeig­te sich da­für in der Of­fen­si­ve mit Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­chen. Vor al­lem in der Zo­ne punk­te­te Os­na­brück bei meh­re­ren gu­ten Ge­le­gen­hei­ten zu we­nig. Be­son­ders der glück­lo­se Rou­ti­nier Vol­ker Grei­we ver­pass­te ei­ni­ge LayUps, brach­te sein Team Mit­te des ers­ten Vier­tels mit sei­nem Drei­er aus Zeit­not her­aus, aber wie­der auf 7:8 her­an. Da­nach of­fen­bar­te Os­na­brück mit et­li­chen Tur­no­vers ei­ne wei­te­re Schwä­che im Auf­bau­spiel, so­dass die Gäs­te mit 14:9 (10.) in Front gin­gen.

Im zwei­ten Vier­tel fin­gen sich die Os­na­brü­cker und la­gen nach 15 Mi­nu­ten erst­mals vor­ne (18:16), ga­ben die­se je­doch vor der Pau­se (22:24) wie­der aus der Hand. „Wir hät­ten mit zehn Punk­ten füh­ren müs­sen“, ha­der­te Wieg­mann mit der Punkt­aus­beu­te sei­nes un­ge­wohnt of­fen­siv­schwa­chen Teams.

Im drit­ten Vier­tel zog Hannover per 6:0-Lauf auf 24:32 (23.) da­von, ehe Even Gi­js auf­dreh­te und mit sie­ben Punk­ten in Se­rie die Gäs­te­füh­rung auf ei­nen Punkt zu­sam­men­stauch­te. Doch wei­ter­hin ver­pass­ten die Haus­her­ren freie Korb­le­ger, die Gäs­te be­straf­ten dies. Mit 35:39 ging es ins Schluss­vier­tel. Dort hielt vor al­lem Ka­pi­tän Dennis Nohl sein Team mit acht Punk­ten im Spiel. Ge­gen die rou­ti­nier­te Of­fen­si­ve Uni­teds hät­te es je­doch noch mehr Un­ter­stüt­zung sei­ner Mit­spie­ler ge­braucht.

Nohl, mit 13 Punk­ten Top­s­corer des RSC, be­schei­nig­te dem Team ei­ne gu­te Leis­tung:

„Wir wa­ren aus­ge­gli­chen, die Punk­te ha­ben sich gleich­mä­ßig ver­teilt. Das spricht für ei­ne gu­te Team­leis­tung.“Den­noch konn­te auch er sei­ne Ent­täu­schung nicht ver­ber­gen: „Wenn man

so nah dran ist, dann will man auch ge­win­nen.“Für den RSC tra­fen Amy Kai­jen (2 Punk­te), Dennis Nohl (13), Even Gi­js (11), Se­bas­tiao Ni­j­man (8), Vol­ker Grei­we (11) und Chris­toph Lüb­brecht (4).

Foto: Helmut Kem­me

Pa­ckend ver­lief das Heim­spiel des RSC mit Se­bas­tiao Ni­j­man (am Ball) ge­gen den Spit­zen­rei­ter.

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