Ge­sund­heit, Sin­gen, Fort­bil­den

Neu­es Pro­gramm der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Os­na­brück

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrück - Von Ul­ri­ke Schmidt

Li­la steht als Ab­kür­zung für „Le­ben­dig, in­tel­li­gent, laut, ak­tu­ell“. „Neu­es in Li­la“ist das ak­tu­el­le Halb­jah­res­pro­gramm der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le Os­na­brück, das ab so­fort in Pa­pier­form oder im In­ter­net vor­liegt.

„Fach­wis­sen bei Tee und Kek­sen“, fasst Mit­ar­bei­te­rin Kat­ha­ri­na Wit­ten­brink ein neu­es An­ge­bot im Pro­gramm für das ers­te Halb­jahr 2017 zu­sam­men. Die All­ge­mein­me­di­zi­ne­rin Bri­git­te Fründ will im Ru­he­stand ihr Wis­sen wei­ter­ge­ben und bie­tet erst­mals ei­nen Ge­sund­heits­kurs zu The­men wie Ent­span­nung, Be­we­gung, Er­näh­rung und Ge­nuss an.

Ge­sund­heit ist ne­ben den viel­fäl­ti­gen In­for­ma­ti­ons­aben­den zu recht­li­chen Fra­gen ein Schwer­punkt im Pro­gramm der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le. So lau­tet ei­ner der Di­ens­tags­vor­trä­ge „Wenn die Bla­se ver­rückt spielt“. Vor­ge­stellt wer­den au­ßer­dem Lach- und Fin­ge­ryo­ga. Dar­über hin­aus wird über die Kern­auf­ga­ben der Be­ra­tungs­stel­le in­for­miert: in Vor­trä­gen über Stal­king, se­xu­el­le Be­läs­ti­gung am Ar­beits­platz, Op­fer­be­glei­tung oder K.-o.-Trop­fen.

Um auch Frau­en mit ge­rin­gem Ein­kom­men zu er­rei­chen, be­mü­hen sich Kat­ha­ri­na Wit­ten­brink und die an­de­ren Mit­ar­bei­te­rin­nen stets um kos­ten­lo­se oder güns­ti­ge Pro­gramm­punk­te. Neu und gra­tis ist „Wenn Frau­en sin­gen“, ein of­fe­ner mu­si­ka­li­scher Fei­er­abend je­den vier­ten Mitt­woch im Mo­nat. Eben­falls oh­ne Ge­bühr ist ein Wen-Do-Schnup­per­kurs zur Stei­ge­rung der Selbst­si­cher­heit. Die Kos­ten könn­ten noch durch die Spen­de der Grolsch-Song-Night ab­ge­deckt wer­den, sag­te Wit­ten­brink.

Durch ver­schie­de­ne Spen­den sei es au­ßer­dem im­mer mög­lich, die Teil­nah­me­ge­büh­ren für ein­kom­mens­schwa­che In­ter­es­sen­tin­nen zu sen­ken. So et­wa bei dem Nia-Work­shop, der an­ge­kün­digt wird mit den Wor­ten: „Nia ist wie Scho­ko­la­de, man kann es nicht be­schrei­ben, man muss es pro­bie­ren.“Zu­min­dest so viel wird ver­ra­ten: Nia ist ei­ne Mi­schung aus asia­ti­schen Kampf­küns­ten, Tanz, Yo­ga und Tai-Chi.

Eben­falls neu im Pro­gramm ist der Frau­en-Don­ners­tag an der Nack­ten Müh­le, bei dem es um Wild­kräu­ter geht. Al­le 14 Ta­ge mitt­wochs wird ei­ne Frau­en­S­tadt­wan­de­rung an­ge­bo­ten, um die schö­nen, ge­schichts­träch­ti­gen und au­ßer­ge­wöhn­li­chen Sei­ten Os­na­brücks ge­mein­sam zu er­kun­den. Wer sich in Kunst ver­su­chen will, kann an dem Work­shop „Far­ben, die mir Kraft ge­ben“teil­neh­men.

Zu den Klas­si­kern im Pro­gramm ge­hö­ren der Work­shop „Frau­en fo­to­gra­fie­ren“, die Su­per­vi­si­ons­grup­pe für Frau­en in so­zia­len und päd­ago­gi­schen Be­ru­fen, der in­zwi­schen wö­chent­li­che Frau­en­treff am Vor­mit­tag, ei­ne Wald­wan­de­rung, Trom­meln und der Spie­le­abend.

Zu­dem in­for­miert das 56 Sei­te star­ke Heft über Fort­bil­dun­gen, die in der Frau­en­be­ra­tungs­stel­le ge­bucht wer­den kön­nen. Da­bei geht es um häus­li­che Ge­walt, Hoch­ri­si­ko­fäl­le bei häus­li­cher Ge­walt und se­xu­el­le Be­läs­ti­gung am Ar­beits­platz.

In ei­nem In­ter­view mit Tat­ja­na Hörn­le, Ex­per­tin für Se­xu­al­straf­recht, geht es um das neue Ge­setz, das mit „Nein heißt nein“zu­sam­men­ge­fasst wird. Das kur­ze Ka­pi­tel „Fe­mi­nis­mus für An­fän­ge­rin­nen“zeigt auf, dass Frau­en­rech­te in Deutsch­land noch recht neu sind: Erst seit 1977 dür­fen Frau­en oh­ne Er­laub­nis ih­res Man­nes ar­bei­ten ge­hen.

Das Heft liegt in vie­len öf­fent­li­chen Ein­rich­tun­gen aus und steht im In­ter­net un­ter der Adres­se frau­en­be­ra­tung-os.de zum Her­un­ter­la­den be­reit.

Pro­jekt­lei­te­rin Andrea Geb­be führt die Be­su­che­rin­nen durch die Aus­stel­lung „Ro­sen­stra­ße“zum The­ma häus­li­che Ge­walt. Die kos­ten­lo­se Füh­rung ge­hört zum Halb­jah­res­pro­gramm „Neu­es in Li­la“. Foto: Ar­chiv/Gert West­dörp

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