To­ten­tanz im Thea­ter

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Themen · Tipps · Termine - Chris­ti­ne Adam ist Kul­tur­re­dak­teu­rin der Neu­en OZ in Os­na­brück

Von Chris­ti­ne Adam

Ma­ry Wig­man, die wich­tigs­te Ver­tre­te­rin des deut­schen Aus­drucks­tan­zes, ist für ih­re ganz ei­ge­ne, vom Ex­pres­sio­nis­mus ge­präg­te Be­we­gungs­spra­che be­rühmt ge­wor­den. Doch wie so oft bei der Früh­zeit der Tanz­mo­der­ne weiß kaum je­mand mehr, wie Wig­mans Stil wirk­lich aus­sieht. Das Os­na­brü­cker Thea­ter hat da­her mit­hil­fe der Bun­des­kul­tur­stif­tung schon 2013 ihr „Le Sa­cre du Prin­temps“von 1957 re­kon­stru­iert und nimmt sich nun ge­ra­de mit­hil­fe ei­nes Re­kon­struk­ti­ons­teams und Zeit­zeu­gen ih­ren „To­ten­tanz I“von 1917/23 und „To­ten­tanz II“von 1926 vor.

To­te mit Mas­ken und le­mu­ren­haf­te Gestal­ten aus ei­nem Zwi­schen­reich will die Os­na­brü­cker Dan­ce Com­pa­ny zu neu­em Büh­nen­le­ben er­we­cken. Dem ers­ten To­ten­tanz ver­leiht die Mu­sik von Ca­mil­le Saint-Saëns ei­ne zeit­li­che Struk­tur, beim zwei­ten To­ten­tanz hal­fen dem Team un­ter Lei­tung von Hen­ri­et­ta Horn die Pro­ben­skiz­zen vom Ma­ler Ernst Lud­wig Kirch­ner.

Die To­ten­tän­ze zu li­ve ge­spiel­ter Mu­sik er­öff­nen den drei­tei­li­gen Tanz­abend „Dan­se Mac­ab­re“, der am 11. Fe­bru­ar im Thea­ter am Dom­hof Pre­mie­re hat. Der be­kann­te Cho­reo­graf Mar­co Goecke lie­fert mit „Su­per­no­va“ei­ne ei­ge­ne Les­art des The­mas To­ten­tanz. Und Os­na­brücks Tanz­chef Mau­ro de Can­dia setzt sich cho­reo­gra­fisch mit Stra­wins­kys „Sa­cre“-Ver­si­on für zwei Kla­vie­re aus­ein­an­der.

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