„Die Mei­nung die­ses so­ge­nann­ten Rich­ters, die un­se­rem Land die Durch­set­zung von Ge­set­zen weg­nimmt, ist irr­wit­zig und wird über­stimmt wer­den!“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - uwe

Do­nald Trump ha­be ein ge­stör­tes

Ver­hält­nis zum Rechts­staat, lau­te­te die Kri­tik, als sich der Prä­si­dent im Streit um die Ein­rei­se­ver­bo­te über die Ent­schei­dung ei­nes „so­ge­nann­ten Rich­ters“em­pör­te. Da­mit igno­rie­re er die Un­ab­hän­gig­keit der Jus­tiz und die Ge­wal­ten­tei­lung, hieß es. Auch Neil Gor­such, Trumps Kan­di­dat für ei­nen Pos­ten am Obers­ten Ge­richt, wies die Prä­si­den­ten­schel­te zu­rück. Die Zwei­fel an der Ehr­lich­keit, der In­te­gri­tät und den Be­weg­grün­den von Bun­des­rich­tern sei­en „ent­mu­ti­gend“und „de­mo­ra­li­sie­rend“, sag­te Gor­such bei ei­ner An­hö­rung in Washington. „Ich ken­ne die­se Men­schen, und ich weiß, wie an­stän­dig sie sind.“Trump hielt trotz­dem an dem Ju­ris­ten fest und kann sei­ne Be­stä­ti­gung durch den Se­nat als Er­folg ver­bu­chen. Am En­de stimm­ten 54 Se­na­to­ren für und 45 ge­gen ihn: Die Re­pu­bli­ka­ner setz­ten den Kan­di­da­ten von Trump ge­gen er­bit­ter­ten Wi­der­stand der De­mo­kra­ten durch. Die Er­nen­nung gilt auf Le­bens­zeit. Gor­such kann so­mit die Rechtsprechung des Su­pre­me Court jahr­zehn­te­lang be­ein­flus­sen. Die neun Mit­glie­der ent­schei­den un­ter an­de­rem in so um­strit­te­nen Fra­gen wie Ein­wan­de­rung , Ab­trei­bun­gen und Waf­fen­be­sitz oder Can­na­bis-Le­ga­li­sie­rung.

Durch Gor­such sind die als kon­ser­va­tiv gel­ten­den Rich­ter wie­der in der Mehr­zahl. Wer­tung: Licht und Schat­ten.

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