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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Das Blatt schreibt zum Re­fe­ren­dum über die To­des­stra­fe in der Tür­kei: „Mag al­so der tür­ki­sche Prä­si­dent ein wei­te­res Re­fe­ren­dum über die Wie­der­ein­füh­rung der To­des­stra­fe ab­hal­ten und die Trans­for­ma­ti­on der Tür­kei zur Dik­ta­tur an­ge­mes­sen ab­run­den, aber kei­nem in Deutsch­land le­ben­den Tür­ken – mit ei­nem Pass oder mit zwei­en – darf er­laubt sein, ihm da­zu auf deut­schem Bo­den die Hand zu rei­chen. Die To­des­stra­fe ist ein gra­vie­ren­der Ver­stoß ge­gen die Eu­ro­päi­sche Men­schen­rechts­kon­ven­ti­on [. . .] Der Ver­stoß wä­re so gra­vie­rend, dass die Bun­des­re­gie­rung al­les un­ter­neh­men müss­te, um ihn zu ver­hin­dern.“

Die Zei­tung kommentiert den FDP-Par­tei­tag:

„Vor al­lem dem eben­so rüh­ri­gen wie smar­ten Chris­ti­an Lind­ner an der Par­tei­spit­ze ge­lingt es, dem mo­der­nen Li­be­ra­lis­mus nicht nur Prä­senz, son­dern auch ein Ge­sicht zu ge­ben: seins. Dann gibt es in der öf­fent­li­chen Wahr­neh­mung noch die nord­deut­sche Spitz­zun­ge Wolf­gang Ku­bi­cki. Und ... tja, wen ei­gent­lich?“

Zum Ägyp­ten-Be­such des Paps­tes heißt es in dem Blatt aus Ra­vens­burg:

„Brü­cken bau­en: Fran­zis­kus er­füllt die­se Auf­ga­be wie kein zwei­ter Papst der Neu­zeit. Er nimmt den Eh­ren­ti­tel ,Pon­ti­fex ma­xi­mus‘ , über­setzt ,obers­ter Brü­cken­bau­er‘ , ernst, wenn er in die­sen Ta­gen in Ägyp­ten den Dia­log mit Ver­tre­tern des sun­ni­ti­schen Is­lams führt. Er bie­tet wie­der­ver­hei­ra­tet Ge­schie­de­nen die Rück­kehr in die Sa­kra­men­ten­ge­mein­schaft an. Das Pro­blem an der Sa­che: Bei die­sem Papst tre­ten an­de­re wich­ti­ge Aspek­te in den Hin­ter­grund. Zu nen­nen ist hier die Ein­heit der Kir­che.“

Das Blatt aus Frank­furt/Oder merkt zur La­ge in Ma­ze­do­ni­en an: „Wie sich nicht nur in Ma­ze­do­ni­en zeigt, ist es das ei­ne, ei­nen be­reits aus­ge­bro­che­nen Kon­flikt zu be­en­den, und das an­de­re, des­sen Ur­sa­chen zu be­he­ben. Ma­ze­do­ni­en hat in den 90er-Jah­ren zwar ei­nen Krieg ver­mie­den, den Frie­den aber nicht ge­won­nen. Das Land ist mit sei­ner Zer­ris­sen­heit aber nicht al­lein. Noch im­mer schwelt der ser­bisch-al­ba­ni­sche Kon­flikt um Ko­so­vo. Und noch im­mer ist die kom­ple­xe po­li­ti­sche Wirk­lich­keit Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­nas wie er­starrt – wie ein Vul­kan, der je­der­zeit aus­bre­chen kann.“

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