1:6 – Ha­gen de­klas­siert Has­ber­gen

Chan­cen­rei­ches Hüg­gel­der­by fin­det kla­ren Sie­ger – HSV glänzt in der ers­ten Halb­zeit

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Sport Regional -

At­trak­tiv und of­fen­siv ge­führt war das Du­ell des Ta­bel­len­ach­ten ge­gen den Ta­bel­len­fünf­ten der Kreis­li­ga Süd ei­gent­lich nur in Hälf­te eins. Die zwei­ten 45 Mi­nu­ten zwi­schen der SpVg. Gas­te Has­ber­gen und dem Ha­ge­ner SV cha­rak­te­ri­sier­te Ha­gens Trai­ner Tho­mas Schil­ling tref­fend als „Som­mer­fuß­ball bei Mai-Tem­pe­ra­tu­ren“.

Von Micha Lem­me

HAS­BER­GEN. Sei­ne Mann­schaft hat­te sich al­ler­dings beim 6:1-Sieg mit ei­nem cou­ra­gier­ten und selbst­be­wuss­ten Auf­tritt in der ers­ten Halb­zeit in die Po­si­ti­on ge­bracht, ei­nen Gang zu­rück­schal­ten zu kön­nen.

Nach nicht ein­mal 90 Se­kun­den war Mar­cel Dier­ker von der rech­ten Au­ßen­bahn nach in­nen ge­zo­gen und hat­te den HSV mit ei­nem sat­ten Links­schuss in Füh­rung ge­bracht. „Wir hat­ten uns heu­te so viel vor­ge­nom­men. Wenn du gleich zu Be­ginn ei­nen sol­chen Schlag ver­kraf­ten musst, ist das nicht ein­fach“, sag­te Has­ber­gens Coach Mar­kus Koes­ter. Sei­ne Mann­schaft re­agier­te den­noch zu­erst gut und dräng­te, an­ge­führt von Ex-VfL-Pro­fi Andre­as Schä­fer, in den Fol­ge­mi­nu­ten auf den Aus­gleich.

Den zwei­ten Tref­fer er­ziel­te trotz­dem der HSV: Patrick Da­ni­els hol­te im Straf­raum Alex­an­der Holt­mey­er von den Bei­nen, den fäl­li­gen Elf­me­ter ver­wan­del­te Tom Haar­bach si­cher. Da­nach er­spiel­ten

sich die Gäs­te ein kla­res Über­ge­wicht. Ins­be­son­de­re über die spiel­freu­di­gen Dier­ker und Fa­bi­an Kerk auf der rech­ten An­griffs­sei­te kam Ha­gen im­mer wie­der zu Chan­cen. Kerk war es auch, der den drit­ten Tref­fer mit ei­nem se­hens­wer­ten Steil­pass ein­lei­te­te. Jan Schrie­ver leg­te für Holt­mey­er quer, der ins lee­re Tor traf (37.). Nur sechs Mi­nu­ten spä­ter er­ziel­te Jan Draws mit ei­nem über­leg­ten Rechts­schuss das 4:0.

Zwar ka­men die Gast­ge­ber vor der Pau­se durch ei­nen ver­wan­del­ten Elf­me­ter von Ilir Tarlla­mis­haj auch noch zum Tor­er­folg (45.), doch ei­ne Auf­hol­jagd lag im wei­te­ren Ver­lauf der Par­tie nie wirk­lich in der Luft. Im Ge­gen­teil: Ha­gen leg­te di­rekt nach der Pau­se nach. Wie­der­um war es Holt­mey­er, der die hoch ver­tei­di­gen­de Has­ber­ger De­fen­si­ve nach Zu­spiel von Haar­bach über­lau­fen konn­te und sei­nen zwei­ten

Tref­fer er­ziel­te. Ein Ei­gen­tor von Tarlla­mis­haj run­de­te den dürf­ti­gen Auf­tritt der Spiel­ver­ei­ni­gung an die­sem Nach­mit­tag ab.

„Es war heu­te im End­ef­fekt zu we­nig, auch von der Kör­per­spra­che her“, ana­ly­sier­te Koes­ter. Mit ei­ner bes­se­ren Chan­cen­ver­wer­tung sei zwar auch ein bes­se­res Er­geb­nis mög­lich ge­we­sen, doch der Sieg für Ha­gen ge­he voll in Ord­nung, so der Has­ber­ger Coach. Sein Ge­gen­über sah

dies ganz ähn­lich: „Es hät­te in bei­de Rich­tun­gen noch mehr To­re ge­ben kön­nen. Man merk­te bei­den Mann­schaf­ten an, dass es in die­ser Sai­son um nichts mehr geht“, mein­te Schil­ling. „Wir ha­ben auf je­den Fall noch Stei­ge­rungs­po­ten­zi­al. Aber da­durch, dass wir jetzt das ers­te Mal in die­sem Jahr zwei Sie­ge in Fol­ge ein­fah­ren konn­ten, sind wir schon sehr zu- frie­den“, freu­te sich der HSV-Trai­ner.

Drin das Ding: Ha­gens Mar­cel Dier­ker (links) ju­belt, Has­ber­gens Ilir Tarlla­mis­haj kann nicht mehr ret­ten. Fo­to: Hel­mut Kem­me

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