Das Früh­lings­fes­ti­val auf der Ip­pen­burg ist ein Be­su­cher­er­folg

Stau bei der An­fahrt – Ti­ckets für Frei­luft­ver­an­stal­tung wer­den knapp

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Osnabrücker Land -

Wet­ter­glück hat­te Vik­to­ria von dem Bus­sche beim Früh­lings­fes­ti­val am lan­gen Wo­che­n­en­de in Bad Es­sen: Die Tul­pen stan­den in vol­ler Blü­te, und sehr vie­le Be­su­cher ka­men.

Be­son­ders voll war es am Sonn­tag: Be­reits kurz nach Öff­nung der To­re stan­den die Be­su­cher bei der An­fahrt im Stau. Spä­ter ka­men ent­spre­chen­de Stau­war­nun­gen so­gar im Ra­dio. „Das hat­ten wir zum let­zen Mal vor 18 Jah­ren“, er­klär­te Vik­to­ria von dem Bus­sche, die ihr ers­tes Ip­pen­bur­ger Gar­ten­fes­ti­val vor 20 Jah­ren er­öff­ne­te. Ei­ne wei­te­re Fol­ge des An­drangs: „Uns sind die Ein­tritts­kar­ten aus­ge­gan­gen, wir neh­men jetzt die vom Herbst­fes­ti­val“, so die Fr­ei­frau, die 12 000 Ein­tritts­kar­ten hat­te dru­cken las­sen: „Denn mehr als 10000 Be­su­cher hat­ten wir nie beim Früh­jahrs­fes­ti­val.“

Auch am letz­ten Fes­ti­val­tag hielt in Bad Es­sen das Wet­ter – trotz an­ders­lau­ten­der Vor­her­sa­gen. Da­her zog

von dem Bus­sche am Mon­tag ein po­si­ti­ves Fa­zit: „Heu­te war es auch noch wun­der­bar und sehr gut be­sucht.“Was sie selbst er­staun­te: „Dies­mal hat­ten wir zum ei­nen sehr

vie­le Be­su­cher, die noch nie hier wa­ren. Und zum an­de­ren ka­men vie­le Be­su­cher von sehr weit weg, zum Bei­spiel aus Würz­burg, Mün­chen und Stutt­gart.“

Auf der Ip­pen­burg gab es für je­den Ge­schmack et­was: Wäh­rend die ei­nen vor al­len an den rund 150 Ver­kaufs­stän­den stö­ber­ten, ge­hör­te für die an­de­ren ein Be­such des Kü­chen­gar­tens zum ab­so­lu­ten „Muss“. Hob­by­kö­che schau­ten beim „Grill & Chill“-Ko­chevent vor­bei, und Kunst­freun­de ka­men un­ter an­de­rem im Wald ne­ben dem Schloss bei der In­stal­la­ti­on „Ali­ce wun­dert sich“auf ih­re Kos­ten. Zu­dem hat die Künst­le­rin Feo­do­ra Ho­hen­lo­he-Oeh­ring seit den 1990er-Jah­ren ein zwei­tes Ate­lier auf der Ip­pen­burg: „Und wäh­rend der Fes­ti­vals ha­be ich schon über­all aus­ge­stellt, wo es über­dacht ist“, so die Ma­le­rin, die stets ein be­son­de­res Au­gen­merk auf die Darstel­lung von Ma­te­ria­li­tät legt, und in Bad Es­sen vor al­lem Bil­der prä­sen­tier­te, die „auch ins Land­le­ben pas­sen“.

Zu den Neu­hei­ten des Fes­ti­vals ge­hör­te der Ver­kauf von Zi­trus­früch­ten des Lu­be­r­aPflan­zen­ver­sands. Zu de­nen be­ant­wor­te­te Pro­fes­sor Do­mi­nik Gro­ße Holt­forth un­ter an­de­rem Fra­gen von Dag­mar Mül­ler aus Müns­ter. Aus dem Ge­spräch nahm sie mit: „Wir dün­gen zu we­nig und top­fen zu sel­ten um.“Der Fach­mann gab aber auch zu: „Zi­trus­fans müs­sen ein star­kes Ner­ven­kos­tüm ha­ben.“Denn für das Über­win­tern der emp­find­li­chen Früch­te sei es im Haus zu warm und drau­ßen zu kalt. Im Som­mer hin­ge­gen sei für die Pflan­zen Wär­me noch wich­ti­ger als Son­ne.

In ei­ner Re­mi­se stand Ve­ro­ni­que Wit­zig­mann am Herd. „Wir ma­chen ori­en­ta­li­sche Kar­tof­fel­küch­lein, Ka­rot­ten-Chut­ney, Au­ber­gi­nen-Spi­nat-Pü­ree, Ko­kos­nuss­schaum so­wie Cous­cous­schmarrn und frit­tier­te Ana­nas mit La­ven­del­schaum“, kün­dig­te sie an und füg­te hin­zu: „Zu Be­ginn der Grill­sai­son sind Chut­neys be­son­ders in­ter­es­sant.“Wit­zig­mann war im vier­ten Jahr auf der Ip­pen­burg, und ihr war auf­ge­fal­len: „Die Leu­te hier sind un­heim­lich treu. Sie kom­men im­mer wie­der, oft so­gar mehr­fach an ei­nem Tag.“Ih­ren Zu­schau­ern ver­riet Wit­zig­mann da­her ger­ne „klei­ne Knif­fe und Tricks“.

Wet­ter­glück hat­ten die Be­su­cher beim Früh­lings­fes­ti­val am Wo­che­n­en­de in Bad Es­sen: Die Tul­pen stan­den in vol­ler Blü­te. Fo­to: El­vi­ra Par­ton

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