Ein­mal ge­pflanzt, im­mer da

Bär­lauch ver­mehrt sich stark – Platz im Gar­ten über­las­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Gartenrundgang Im Mai -

Wer ein­mal im Gar­ten Bär­lauch ge­pflanzt hat, dem man­gelt es in der Fol­ge nicht mehr an dem kräf­ti­gen Würz- und Heil­kraut, denn die klei­nen Zwie­bel­pflan­zen ver­meh­ren sich ra­sant durch Toch­ter­zwie­beln und rei­chen Sa­men­an­satz.

Von In­grid Beu­cke-Ad­ler (Tex­te und Fo­tos)

Man soll­te die Pflan­zen nicht aus der Na­tur ho­len, son­dern Sa­men in Töpf­chen aus­sä­en oder die Pflan­zen beim Fach­han­del kau­fen und an pas­sen­der Stel­le aus­pflan­zen.

Ein halb­schat­ti­ger, hu­mo­ser Platz un­ter Sträu­chern oder He­cken ist ein op­ti­ma­ler Stand­ort. Dort stört er nicht, son­dern schmückt mit sei­nen wei­ßen Blü­ten­bäll­chen, die aus stern­för­mi­gen Ein­zel­blü­ten

be­ste­hen. Weil die Bär­lauch­blät­ter ent­fernt an Mai­glöck­chen er­in­nern, kom­men im­mer wie­der Ver­gif­tun­gen vor. Des­halb soll­ten die Pflan­zen vor der Ver­wen­dung in der Kü­che im­mer auf den star­ken Knob­lauch­ge­ruch ge­prüft wer­den, der ein wich­ti­ges Merk­mal da­für ist, dass es sich wirk­lich

um Bär­lauch han­delt. Im Mai ist die Bär­lauch-Sai­son schon fast zu En­de, und man­cher Bär­lauch-Freund über­legt, wie er des­sen wohl­tu­en­de Wir­kung über das gan­ze Jahr ret­ten kann.

Da­zu wer­den die jun­gen Blät­ter noch vor der Blü­te ge­sam­melt, weil sie zu die­ser Zeit die bes­te Würz- und Heil­kraft ha­ben. Bär­lauch soll für Heil­zwe­cke wir­kungs­vol­ler als Knob­lauch sein und ist gut ge­eig­net zu Ent­schla­ckungs­ku­ren im Früh­ling.

Bär­lauch ver­liert beim ein­fa­chen Trock­nen al­ler­dings viel von sei­ner Wir­kung. Wenn sich der Bär­lauch nach ei­ni­gen Jah­ren im Gar­ten reich ver­mehrt hat, kön­nen das gan­ze Jahr über auch die klei­nen wei­ßen Zwie­bel­chen aus­ge­gra­ben und in der Kü­che wie Knob­lauch ver­wen­det wer­den.

Die In­halts­stof­fe hel­fen bei Ver­dau­ungs­stö­run­gen, Ver­schlei­mung und Hus­ten. „Rheumakran­ke soll­ten das Kraut ver­eh­ren wie Gold“, heißt es in al­ten Kräu­ter­bü­chern. Dort ist auch die Re­de von Bär­laucht­ink­tur, die sich jah­re­lang hält und dann trop­fen­wei­se ein­ge­nom­men oder zur Wür­zung der Spei­sen ver­wen­det wird. Bär­lauch ver­mehrt sich sehr schnell und wächst an Stel­len, die ihm über­las­sen wer­den – im Schat­ten oder Halb­schat­ten. Bei vol­lem Bär­lauch­be­wuchs ha­ben es Un­kräu­ter schwer.

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