Schrift­stel­ler for­dern Pres­se­frei­heit

Jah­res­ta­gung des PEN-Zen­trums in Dort­mund

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Kultur -

Der Schrift­stel­ler­ver­band PENZen­trum Deutsch­land hat auf sei­ner Jah­res­ta­gung in Dort­mund für den Schutz der Men­schen­rech­te so­wie Pres­se­und Mei­nungs­frei­heit ge­wor­ben. „Das Wort ist die Waf­fe, die die Herr­schen­den in au­to­ri­tä­ren Re­gi­men welt­weit am meis­ten fürch­ten“, sag­te die neu ge­wähl­te PENPrä­si­den­tin Re­gu­la Vens­ke. „Die ers­ten, die ver­haf­tet wer­den, sind die Schrift­stel­ler und Jour­na­lis­ten.“

„Das freie Wort ist ele­men­tar für Frei­heit, Wahr­heit und Men­schen­wür­de“, be­ton­te die Ham­bur­ger Schrift­stel­le­rin. „Da­für kämp­fen wir.“Die PEN-Mit­glie­der rie­fen auf ih­rer Ta­gung die rus­si­sche Re­gie­rung auf, die Pres­se­frei­heit und den Schutz der Men­schen­rech­te lan­des­weit zu ge­währ­leis­ten.

Mit Blick auf die Tür­kei for­der­ten die Au­to­ren die tür­ki­sche Re­gie­rung und Prä­si­dent Re­cep Tay­yip Er­do­gan auf, „die Un­ter­drü­ckung des Rechts auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung zu be­en­den und den Aus­nah­me­zu­stand auf­zu­he­ben“. Das PEN-Zen­trum Deutsch­land rich­te­te sich auch ge­gen na­tio­na­lis­ti­sche Be­we­gun­gen. Po­li­ti­sche For­ma­tio­nen wie et­wa AfD und Pe­gi­da so­wie vie­ler ih­rer Po­si­tio­nen stän­den den Grund­über­zeu­gun­gen der Or­ga­ni­sa­ti­on, wie Frei­heit, So­li­da­ri­tät in so­zia­len Fra­gen und To­le­ranz, dia­me­tral ent­ge­gen, er­klär­ten die PEN-Mit­glie­der. Sol­che Be­we­gun­gen rich­te­ten sich „ge­gen den Kern­be­stand de­mo­kra­ti­scher und to­le­ran­ter Grund­ord­nun­gen“und ge­fähr­de­ten „Plu­ra­li­tät so­wie Mei­nungs­frei­heit“, er­klär­te der PEN-Ver­band.

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