Hit­zi­ger Streit um Si­cher­heit bei TV-Du­ell

Kraft und La­schet lie­fern sich Schlag­ab­tausch vor Land­tags­wahl

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Knapp zwei Wo­chen vor der Land­tags­wahl in Nord­rhein-West­fa­len ha­ben sich Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft (SPD) und ihr CDU-Her­aus­for­de­rer Ar­min La­schet ein hit­zi­ges TV-Du­ell ge­lie­fert. Wäh­rend in der Si­cher­heits­po­li­tik schar­fe Dif­fe­ren­zen deut­lich wur­den, zeig­ten Kraft und La­schet am Di­ens­tag­abend vor den Ka­me­ras vor al­lem in der In­te­gra­ti­ons­po­li­tik auch Über­ein­stim­mung.

Im ein­zi­gen TV-Du­ell vor der NRW-Land­tags­wahl am 14. Mai at­ta­ckier­te La­schet er­neut NRW-In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger. Der SPD-Po­li­ti­ker tra­ge die Ver­ant­wor­tung für Si­cher­heits­pan­nen un­ter an­de­rem im Ter­ror­fall Anis Am­ri und in der Köl­ner Sil­ves­ter­nacht. „Wir fin­den, dass er zum Si­cher­heits­ri­si­ko ge­wor­den ist“, sag­te La­schet. In NRW ge­be es 144 Ein­brü­che pro Tag – so vie­le wie Bay­ern, Hes­sen und Rhein­land-Pfalz zu­sam­men. Kraft stell­te sich da­ge­gen er­neut vor ih­ren um­strit­te­nen In­nen­mi­nis­ter. „Bis­her gab es für mich kei­nen

An­lass, ihn nach Hau­se zu schi­cken.“

Ge­strit­ten wur­de auch über die Dau­er­staus in NRW und über das Kern­pro­jekt der rot­grü­nen Lan­des­re­gie­rung „Kein Kind zu­rück­las­sen“. La­schet be­zeich­ne­te das Prä­ven­ti­ons­pro­jekt ge­gen ver­erb­te so­zia­le Be­nach­tei­li­gung als „Über­schrift“. Es ge­he nicht an, dass Rot-Grün für die­ses Vor­ha­ben Schul­den ma­che. In der De­bat­te um das mit rund 140 Mil­li­ar­den Eu­ro am höchs­ten ver­schul­de­te Bun­des­land hielt Kraft da­ge­gen: „Wir ha­ben den Mut ge­habt, Schul­den we­ni­ger schnell ab­zu­bau­en, weil wir 7000 Leh­rer­stel­len ge­schaf­fen ha­ben.“

In der Schul- und Flücht­lings­po­li­tik zeich­ne­ten sich am ehes­ten Ei­ni­gungs­li­ni­en

ab. Kraft be­ton­te, NRW ha­be im­mer von Ein­wan­de­rung pro­fi­tiert. „Das soll­ten wir bei­be­hal­ten.“„Stimmt“, pflich­te­te La­schet bei.

Trotz ge­gen­tei­li­ger Schuld­zu­wei­sun­gen, wel­che Re­gie­rung Fehl­ent­wick­lun­gen beim „Tur­bo-Abi“zu ver­ant­wor­ten ha­be, steht fest: So­wohl SPD als auch CDU wol­len den Schu­len mehr Wahl­mög­lich­kei­ten ge­ben für das Abitur nach acht oder neun Jah­ren.

Kraft und CDU-Lan­des­chef La­schet stell­ten sich im WDR ei­ne St­un­de lang live den Fra­gen der Chef­re­dak­teu­rin­nen So­nia Mi­kich und Ga­bi Lud­wig. Am Don­ners­tag tref­fen sie in der Run­de der sie­ben aus­sichts­reichs­ten Spit­zen­kan­di­da­ten auf­ein­an­der.

Fo­to: dpa

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