Schäu­b­le: Na­tio­na­lis­mus und Ab­schot­tung nie rich­ti­ge Ant­wort

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter warnt auf B-20-Kon­fe­renz vor Al­lein­gän­gen und mahnt zur Um­set­zung in­ter­na­tio­na­ler Re­geln

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft -

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) hat die gro­ßen Wirt­schafts­na­tio­nen vor Al­lein­gän­gen ge­warnt. „Na­tio­na­lis­mus und Pro­tek­tio­nis­mus sind nie die rich­ti­ge Ant­wort“, sag­te Schäu­b­le am Di­ens­tag in Berlin vor Ver­tre­tern füh­ren­der in­ter­na­tio­na­ler Wirt­schafts­ver­bän­de (B 20). Die Glo­ba­li­sie­rung kön­ne nicht zu­rück­ge­dreht, aber ge­mein­sam bes­ser ge­macht wer­den, er­klär­te der CDU-Po­li­ti­ker, oh­ne die USA na­ment­lich zu nen­nen. Die G-20-Grup­pe ar­bei­te ef­fek­tiv und sei das bes­te For­mat da­für.

US-Prä­si­dent Do­nald Trump sieht den frei­en Welt­han­del kri­tisch und hat an­ge­kün­digt, die US-Wirtschaft nach dem Mot­to „Ame­ri­ka zu­erst“(„Ame­ri­ca First“) stär­ker vor aus­län­di­scher Kon­kur­renz schüt­zen zu wol­len. Schäu­b­le hob her­vor, dass es aus sei­ner Sicht kei­ne Al­ter­na­ti­ve zur in­ter­na­tio­na­len Zu­sam­men­ar­beit gibt. Es ge­be im G-20-Kreis durch­aus Dif­fe­ren­zen – ent­schei­dend sei aber, dass die Ge­sprächs­ka­nä­le of­fen blie­ben und Schritt für Schritt Fort­schrit­te er­zielt wür­den. Schäu­b­le mahn­te auch ei­ne wei­te­re Um­set­zung der in­ter­na­tio­nal ver­ab­re­de­ten Re­geln zur Ban­ken­kon­trol­le und ei­ne Re­du­zie­rung der welt­wei­ten Haus­halts­de­fi­zi­te an.

Das B-20-Tref­fen („Bu­si­ness 20“) ist Teil der Be­ra­tun­gen der G-20-Grup­pe der füh­ren­den In­dus­trie- und Schwel­len­län­der. Deutsch­land hat in die­sem Jahr den Vor­sitz und rich­tet An­fang Ju­li den Gip­fel in Ham­burg aus.

In der B-20-Run­de sind na­tio­na­le Wirt­schafts- und In­dus­trie­ver­bän­de der G 20 ver­tre­ten. Das Netz­werk, das mehr als 6,8 Mil­lio­nen Un­ter­neh­men re­prä­sen­tiert, be­rät die G-20-Re­gie­run­gen und er­stellt Emp­feh­lun­gen.

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