Frau­en soll­ten auf ei­ge­ne Leis­tung set­zen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Kommentar „Welch ein Zir­kus um Ivan­ka“von Lo­re­na Dreu­si­cke mit Be­zug auf den Ar­ti­kel „,Mut­ti‘ trifft ,First Daugh­ter‘ (Aus­ga­be vom 26. April).

„Mei­ne ers­te Über­le­gung zu die­sem Kommentar war, ist er iro­nisch ge­meint oder doch nicht? Ich ha­be mich für die zwei­te Va­ri­an­te ent­schie­den, al­so ein ernst ge­mein­ter Kommentar, der mit dem Fa­zit en­det, dass der Wo­men20 Sum­mit in Berlin al­len Frau­en Mut ma­chen sol­le, sich in ei­ner Welt, in der es Män­ner teil­wei­se leich­ter hät­ten, zu be­haup­ten. Die­se Aus­sa­ge lähmt mich je­doch eher, als dass sie mich be­flü­gelt.

Wer hat denn auf dem Po­di­um dis­ku­tiert? Wie sind denn die­se Frau­en Ivan­ka Trump, An­ge­la Mer­kel und die Mon­ar­chin Máxi­ma in die Po­si­ti­on ge­langt? Aus­schließ­lich durch ei­ge­ne Leis­tung? Nein, die ei­ne hat ei­nen sehr rei­chen Va­ter und ha­be, wie

auch im Kommentar ge­sagt wird, in­halt­lich nicht viel bei­tra­gen kön­nen, sie be­schäf­ti­ge sich näm­lich erst seit ei­ni­gen Mo­na­ten mit Ge­sell­schafts­po­li­tik. Die an­de­re hat ei­nen Kö­nig zum Mann und die Drit­te den Alt­bun­des­kanz­ler

Kohl als Für­spre­cher.

Und genau das macht mir kei­nen Mut, weil der Kommentar sug­ge­riert, dass ei­ge­ne Leis­tun­gen kaum ho­no­riert wer­den, um als Frau er­folg­reich zu sein. Aber wer hat schon ei­nen US-Prä­si­den­ten

als Va­ter oder ei­nen Kö­nig als Ehe­mann? Al­so, Frau­en, setzt auf Eu­re ei­ge­nen Leis­tun­gen – das macht Mut!“

Marg­ret Hö­ver­man­nMit­tel­haus Volt­la­ge

Ivan­ka Trump (r.), die Toch­ter und Be­ra­te­rin des US-Prä­si­den­ten Do­nald Trump, und Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel sei­en kein Vor­bild, wenn es dar­um ge­he, dass Frau­en nur durch ih­re ei­ge­nen Leis­tun­gen er­folg­reich wer­den könn­ten, meint ei­ne Le­se­rin. Fo­to: dpa

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