Hüh­ner aus Stall las­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Dialog -

Zum Ar­ti­kel „Mit dem Au­ge des Huhns“(Aus­ga­be vom 21. April).

„Der For­schungs­an­satz des Pro­fes­sors Rob­by An­ders­son ist mei­ner Mei­nung nach falsch, da er da­von aus­geht, dass sich Hüh­ner nur im Stall be­fin­den. Wie auch aus dem Ar­ti­kel her­vor­geht, ist der na­tür­li­che Le­bens­raum des Huh­nes die Na­tur. Ist es folg­lich nicht sinn­voll, das Huhn nach drau­ßen zu las­sen, zu na­tür­li­chem Son­nen­licht?

Es ist zu auf­wen­dig, die Stäl­le eu­ro­pa­weit mit be­son­de­rem Licht zu ver­än­dern, wenn uns doch ei­ne kos­ten­güns­ti­ge, ein­fa­che Lö­sung zur Ver­fü­gung steht: die Son­ne. Hät­te der Mensch erst gar nicht an­ge­fan­gen, die Hüh­ner von der Au­ßen­welt zu tren­nen, dann wür­den sie ein­fach nach drau­ßen ge­hen.

Da­mit wä­re das von An­ders­son an­ge­spro­che­ne Fol­ge­pro­blem der Nicht­nut­zung des Aus­lauf­be­rei­ches gar nicht erst ent­stan­den. Muss ein Mensch im Jahr wirk­lich acht Hüh­ner es­sen? Brau­chen wir tier­quä­len­de Mast­stäl­le mit Kan­ni­ba­lis­mus und kom­pli­zier­tem künst­li­chen Licht?

Hüh­ner brau­chen ne­ben dem Son­nen­licht un­ein­ge­schränk­te Fort­be­we­gungs­mög­lich­kei­ten, wor­un­ter zum Bei­spiel das Schar­ren fällt, ei­nen Sand­ba­de­platz, ei­nen Ru­he­platz, Nah­rung und Mög­lich­kei­ten zur Kör­per­pfle­ge. Man muss al­so nicht den Stall ver­än­dern, son­dern die Hüh­ner raus­las­sen und den Aus­lauf­be­reich an die Hüh­ner an­pas­sen, so­dass Hüh­ner art­ge­recht le­ben kön­nen.“

Kris­ti­na Rie­mer

Bad Iburg

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