Sai­son­er­öff­nung auf dem Kul­tur­hof Wes­ter­beck

Rai­mund Beck­mann prä­sen­tiert Kunst zum An­fas­sen – Be­su­cher­an­drang un­er­war­tet groß

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

In Ver­sor­gungs­nö­te ge­riet Hof­her­rin Bar­ba­ra Beck­mann bei der Sai­son­er­öff­nung auf dem Kul­tur­hof Wes­ter­beck. Mit so vie­len Be­su­chern hat­ten sie und Ehe­mann Rai­mund Beck­mann am Mon­tag ein­fach nicht ge­rech­net.

Fünf Tor­ten er­ge­ben je nach Grö­ße 60 bis 80 Le­cker­bis­sen. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren reich­te die­se Men­ge aus, um auf dem Kul­tur­hof Wes­ter­beck am Tag der Sai­son­er­öff­nung, die tra­di­tio­nell auf den 1. Mai fällt, al­le Be­su­cher glück­lich zu ma­chen. Am Mon­tag ging die Rech­nung nicht ganz auf. Al­lein in der ers­ten St­un­de ka­men so vie­le Leu­te wie sonst über den gan­zen Tag ver­teilt, so­dass die von Kul­tur­hof­her­rin Bar­ba­ra Beck­mann ge­zau­ber­ten sü­ßen Köst­lich­kei­ten schnell zur Nei­ge gin­gen.

Nichts­des­to­trotz war ihr Ehe­mann Rai­mund Beck­mann vom An­drang der vie­len Men­schen über­wäl­tigt. Ge­wohnt um­trie­big war der 79-Jäh­ri­ge auf dem idyl­li­schen An­we­sen am Burg­weg un­ter­wegs, um al­te Be­kann­te und neue Gäs­te zu be­grü­ßen und ih­nen den Weg zu den al­ten und neu­en Kunst­wer­ken zu wei­sen. In be­währ­ter Zu­sam­men­ar­beit mit der Kunst­hal­le Schna­ke in Müns­ter-Hil­trup ist auf der weit­läu­fi­gen Hof­an­la­ge und in der Re­mi­se ei­ne ein­drucks­vol­le Aus­stel­lung ent­stan­den, die den Fo­kus auf „Die Bild­hau­er aus Zim­bab­we“legt.

Ganz in ih­rem Ele­ment sind die Ga­le­ris­ten Bet­ti­na und Eber­hard Schna­ke, die die Wer­ke aus St­ein im süd­li­chen Afri­ka aus­ge­sucht und nach Deutsch­land ha­ben brin­gen las­sen. Es sei fas­zi­nie­rend zu se­hen, mit wel­cher Lei­den­schaft die Bild­hau­er ar­bei­te­ten, wie ih­re Kunst­wer­ke mit Herz, Bauch, Handarbeit so­wie je­der Men­ge Ge­duld und Mu­ße ent­stün­den, stellt Bet­ti­na Schna­ke mit Blick auf die Skulp­tu­ren fest, die zum über­wie­gen­den Teil aus dem sehr har­ten Ser­pen­tin ge­fer­tigt sind.

An­fas­sen er­laubt

Sorg­fäl­tig aus­ge­wähl­te Mo­ti­ve in viel­fäl­ti­gen For­men und ab­wechs­lungs­rei­chen Far­ben ma­chen die Aus­stel­lung drin­nen und drau­ßen zu ei­nem be­son­de­ren, auch hap­ti­schen Er­leb­nis, denn An­fas­sen ist aus­drück­lich er­laubt. Nur auf die­se Wei­se kann der Be­trach­ter wohl nach­voll­zie­hen, wie sich die Bild­hau­er auf den St­ein ein­ge­las­sen ha­ben. „Sie las­sen sich lei­ten von dem, was der St­ein vor­gibt“, er­klärt Bet­ti­na Schna­ke. Sie fin­det es schön, dass die Künst­ler sich in ih­re Ar­beit fal­len las­sen und spü­ren, was in dem St­ein steckt.

Kul­tur­hof-Pro­gramm

Den­noch ste­he die Künst­ler­per­sön­lich­keit im Vor­der­grund, ver­blass­ten Tra­di­ti­on, My­then und Ri­ten, ma­chen die Schna­kes deut­lich, dass die Skulp­tu­ren an­ders als frü­her als Kunst ge­fer­tigt wür­den.

Zu se­hen sind sie auf dem Kul­tur­hof Wes­ter­beck bis zum 3. Ok­to­ber an Sonn­ta­gen und am Pfingst­mon­tag, je­weils von 13 bis 18 Uhr. Auch War über­wäl­tigt vom An­drang der Be­su­cher: Kul­tur­hof­chef Rai­mund Beck­mann.

das Ga­le­rie-Ca­fé lädt zum Kunst­ge­nuss ein. In ei­ner Wech­sel­aus­stel­lung gibt die Os­na­brü­cker Fo­to­gra­fin und Ma­le­rin Bri­git­te Te­ge­lerBlan­ke Ein­blick in ihr fa­cet­ten­rei­ches Schaf­fen. „Nacht­him­mel,

Ne­bel­wand, Blu­men­tep­pich, was man so ab­spei­chert in der Na­tur“, for­mu­liert Rai­mund Beck­mann am Sonn­tag­abend sa­lopp, als er in Te­ge­ler-Blan­kes Aus­stel­lung ein­führt.

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