Stär­kung für den Wahl­kampf

CDU-Spit­zen­kan­di­dat Al­t­hus­mann beim Spar­gel­es­sen

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

Das Spar­gel­es­sen des Wal­len­hors­ter Orts­ver­bands der CDUMit­tel­stands­ver­ei­ni­gung (MIT) er­leb­te mit 120 Gäs­ten im Re­stau­rant-Zelt des Spar­gel­hofs Ha­wig­horst in Hol­la­ge-Brock­hau­sen ei­ne Re­kord­be­tei­li­gung. Star­gast war CDU-Spit­zen­kan­di­dat Bernd Al­t­hus­mann.

Deutsch­lands be­lieb­tes­te Ge­mü­se­sor­te und zu­gleich Wal­len­horsts wich­tigs­ter Bo­den­schatz schaff­te es wie­der ein­mal, mit­tel­stän­di­sche Wirtschaft und Politik zum ent­spann­ten Mei­nungs­aus­tausch zu­sam­men­zu­brin­gen. Andre­as Sand­mann als MITVor­sit­zen­der und Sa­bi­ne Pie­per als Chef­or­ga­ni­sa­to­rin be­grüß­ten ne­ben Wal­len­hors­ter Un­ter­neh­mern CDU-Po­li­ti­ker al­ler par­la­men­ta­ri­schen Ebe­nen so­wie lei­ten­de Mit­ar­bei­ter aus der Ge­mein­de­ver­wal­tung mit dem par­tei­lo­sen Bür­ger­meis­ter Ot­to St­ein­kamp an der Spit­ze. Eh­ren­gast war der Lan­des­vor­sit­zen­de Al­t­hus­mann. „Er war 2009 schon ein­mal hier bei uns zum Spar­gel, an­schlie­ßend wur­de er 2010 Kul­tus­mi­nis­ter in Hannover. Wir ha­ben uns das jetzt ähn­lich ge­dacht: 2017 hier bei uns im Spar­gel­zelt, 2018 Mi­nis­ter­prä­si­dent“, mein­te Pie­per.

Be­vor Al­t­hus­mann sei­ne Ar­gu­men­te für ei­nen Re­gie­rungs­wech­sel nach der Land­tags­wahl am 14. Ja­nu­ar 2018 vor­trug, lie­fer­te der Os­na­brü­cker Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Ma­thi­as Mid­del­berg (CDU) ihm ei­ni­ge Stich­wor­te zur

Wirt­schafts­po­li­tik der rot­grü­nen Lan­des­re­gie­rung: Mi­nis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD) ha­be in der VW-Die­sel­af­fä­re ei­ne un­glück­li­che Fi­gur ge­macht und nichts da­für ge­tan, den Scha­den für den größ­ten Ar­beit­ge­ber des Lan­des zu be­gren­zen. „Und jetzt bei Ho­mann? Weil sagt kei­nen Ton da­zu, kommt nicht zur De­mo, stellt sich nicht vor die Ho­mann-Be­schäf­tig­ten, son­dern schickt sei­nen Wirt­schafts­mi­nis­ter Lies, der sich weit­ge­hend des­in­for­miert ge­zeigt hat“, mein­te Mid­del­berg.

Al­t­hus­mann phi­lo­so­phier­te zu­nächst über den Spar­gel. Ir­gend­wie er­in­ne­re ihn das Spar­gel­ste­chen an „den Mann aus Wür­se­len“: Kaum den Kopf aus dem Bo­den ge­steckt, schon wird er ab­ge­schnit­ten. Ge­nau­so sei es doch dem

SPD-Kanz­ler­kan­di­da­ten Mar­tin Schulz mit Auf­stieg und Fall in den Po­lit­ba­ro­me­tern er­gan­gen. Mit mehr Ernst schlug er dann ei­nen gro­ßen Bo­gen von der Zu­kunft der EU und den Wah­len in Frank­reich zum de­mo­gra­fi­schen Wan­del mit dem sich ver­schär­fen­den Fach­ar­bei­ter­man­gel, be­vor er sich auf von ihm aus­ge­mach­te Fehl­ent­wick­lun­gen im rot-grün re­gier­ten Nie­der­sach­sen ein­schoss.

In der Schul­po­li­tik wür­de er als Re­gie­rungs­chef die be­ste­hen­den Schul­struk­tu­ren nicht an­fas­sen. „Es kommt auf gu­te Leh­rer und gu­ten Un­ter­richt an und we­ni­ger auf die Struk­tu­ren. Es muss nicht sein, dass mit je­dem Re­gie­rungs­wech­sel ein neu­es Schul­sys­tem ein­ge­führt

wird“, mein­te Al­t­hus­mann. Kor­ri­gie­ren wür­de er al­ler­dings die Mar­sch­rich­tung bei der In­klu­si­on. „Das geht nicht mit der Brech­stan­ge – Kin­der mit För­der­be­darf brau­chen wei­ter­hin den ge­schütz­ten Raum ei­ner För­der­schu­le“, for­der­te er den Fort­be­stand die­ser Schul­form. Das Kin­des­wohl müs­se an ers­ter Stel­le ste­hen und nicht ideo­lo­gi­scher Übe­rei­fer.

An­ders als die jet­zi­ge Lan­des­re­gie­rung, die ei­ner Ver­ban­nung der Ver­bren­nungs­mo­to­ren bis 2030 zu­ge­stimmt ha­be, wür­de er ei­nen kla­ren Kurs pro Volks­wa­gen als wich­tigs­tem und teils lan­des­ei­ge­nem In­dus­trie­un­ter­neh­men fah­ren. Die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des größ­ten Au­to­bau­ers der Welt müs­se er­hal­ten blei­ben.

Spar­gel­es­sen der CDU-Mit­tel­stands­ver­ei­ni­gung (von links): Micha­el Lüb­bers­mann, Cle­mens Lam­mer­s­kit­ten, Bernd Al­t­hus­mann, Sa­bi­ne Pie­per, Andre­as Sand­mann, Ot­to St­ein­kamp und Ma­thi­as Mid­del­berg. Fo­to: El­vi­ra Par­ton

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