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Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Einblicke -

Zur Leit­kul­tur-De­bat­te heißt es aus Mag­de­burg: „Ei­ne De­bat­te, wo­für wir als Ge­sell­schaft ste­hen, ist über­fäl­lig. Das Grund­ge­setz ist da­für ei­ne gu­te Ba­sis. Doch in je­dem Land gibt es auch Sit­ten und Tra­di­tio­nen, die von Ge­set­zen nicht ab­ge­bil­det wer­den. Dar­über zu strei­ten, was ty­pisch deutsch ist, ist des­halb nicht ver­werf­lich. Im Ge­gen­teil: Es ist so­gar not­wen­dig. Deut­sche Leit­kul­tur und To­le­ranz schlie­ßen sich nicht aus. Es wä­re ein Feh­ler, wenn die Mit­te der Ge­sell­schaft die­ser De­bat­te aus dem Weg geht.“ Die Ber­li­ner schrei­ben zum sel­ben The­ma: „Man kann durch­aus mit de Mai­ziè­re der Mei­nung sein, dass im Zu­sam­men­le­ben hier­zu­lan­de ,et­was ins Rut­schen‘ ge­ra­ten ist – nicht nur, aber eben vor al­lem durch Mi­gran­ten, die nie an­ge­kom­men sind. Et­was aber kommt zu kurz bei de Mai­ziè­re. Auch so­ge­nann­te Bi­odeut­sche be­dro­hen zu­neh­mend un­se­re fried­lich-frei­heit­li­che Leit­kul­tur, an bei­den Rän­dern des po­li­ti­schen Spek­trums. Wir sind nicht Bur­ka. Wir sind aber auch nicht Sprin­ger­stie­fel.“ Hier meint man zur Kri­tik der Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin an der Bun­des­wehr: „Ur­su­la von der Ley­en hat für ih­ren Rund­um­schlag mit dem Holz­ham­mer aus­ge­holt. Auch wenn die Mi­nis­te­rin sich be­eil­te klar­zu­stel­len, dass sich der Groß­teil der Sol­da­ten und zi­vi­len An­ge­stell­ten kor­rekt ver­hal­te – der Ein­druck ei­ner Abrech­nung bleibt. Von der Ley­en hat es sich sel­ber zu­zu­schrei­ben, wenn nun wie­der spe­ku­liert wird, ob sie nicht längst ein an­de­res Mi­nis­ter­amt nach der Bun­des­tags­wahl an­steu­ert.“ Die Ol­den­bur­ger kom­men­tie­ren den EU-Gip­fel zum an­ste­hen­den Br­ex­it: „Der kur­ze Son­der­gip­fel war ein deut­li­ches Zei­chen an Dow­ning Street, die Ein­heit der ver­blei­ben­den 27 EU-Staa­ten nicht zu un­ter­schät­zen. Han­dels­frei­heit für das Ver­ei­nig­te Kö­nig­reich wird es nicht zum Null­ta­rif ge­ben. Wer die Frei­zü­gig­keit nicht will, wer sich nicht zu den Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hö­fen und ih­rer Recht­spre­chung be­ken­nen will, wird auch nicht für lau Han­del trei­ben kön­nen mit der EU.“

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