„Eu­ro­pa hat in der Flücht­lings­kri­se zur So­li­da­ri­tät ge­fun­den“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Das ver­kün­det ein Pa­pier der Re­gie­rung von Mal­ta, das der­zeit den EU-Vor­sitz in­ne­hat. Die Grund­idee soll in der Tat mehr Ge­rech­tig­keit um­set­zen: Wer als Land sei­ne Auf­nah­me­quo­te er­füllt, be­kommt Geld. Wer die Quo­te nicht schafft, muss zah­len. Kein Land soll sich ganz frei­kau­fen dür­fen. Al­ler­dings gibt es er­heb­li­che Zwei­fel, dass es nun wirk­lich mehr So­li­da­ri­tät der EU-Län­der ge­ben wird. Die Er­fah­run­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re las­sen er­war­ten, dass sich auch dies­mal nicht al­le dar­an hal­ten wer­den. Vor al­lem ost­eu­ro­päi­sche Staa­ten wei­gern sich bis­lang mit­zu­ma­chen. Al­le Ap­pel­le und Dro­hun­gen der EU-Kom­mis­si­on ha­ben nicht ge­fruch­tet. Die im Sep­tem­ber 2015 EU-in­tern be­schlos­se­ne Um­ver­tei­lung von 160 000 Flücht­lin­gen aus Ita­li­en und Grie­chen­land läuft nach wie vor schlep­pend. Erst knapp 17 900 Men­schen wur­den von dort in an­de­re EU-Staa­ten ge­bracht. Un­garn und Po­len ha­ben im Rah­men die­ses Pro­gramms kei­nen ein­zi­gen Flücht­ling auf­ge­nom­men.

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