Ein­brü­che, Sala­fis­mus, Un­ter­richts­aus­fall

Über die­se The­men strit­ten La­schet und Kraft im TV-Du­ell vor der NRW-Wahl

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik -

Im TV-Du­ell zwi­schen Nord­rhein-West­fa­lens Mi­nis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft (SPD) und CDUSpit­zen­kan­di­dat Ar­min La­schet hat der Her­aus­for­de­rer zu­meist die Rol­le des An­grei­fers über­nom­men. Am 14. Mai wird ge­wählt. Hier die Kern­aus­sa­gen der Geg­ner zu ein­zel­nen Po­li­tik­fel­dern:

Kri­mi­na­li­tät: La­schet ver­wies auf die ho­he Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che: „144 Ein­brü­che pro Tag. Mehr als in Bay­ern, Ba­den-Würt­tem­berg, Hes­sen, Nie­der­sach­sen und Rhein­land-Pfalz zu­sam­men.“Als ei­ne Ge­gen­maß­nah­me for­der­te er ver­dachts­un­ab­hän­gi­ge Kon­trol­len (Schlei­er­fahn­dung), die es in 13 Bun­des­län­dern ge­be. Kraft hält nichts von der Schlei­er­fahn­dung: „Das sa­gen al­le Ex­per­ten.“

In­ne­re Si­cher­heit: La­schet warf der rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung vor, seit ih­rem Amts­an­tritt ha­be sich die Zahl der Sala­fis­ten in NRW ver­sechs­facht – „ei­ne be­droh­li­che Zahl“. Kraft ver­si­cher­te, der Ver­fas­sungs­schutz schaue ge­nau hin. „Wir wis­sen ge­nau, was in den Mo­sche­en vor sich geht.“

Fall Am­ri: Kraft sah kei­nen Grund, ih­ren In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD) we­gen Vor­wür­fen im Zu­sam­men­hang mit dem An­schlag auf den Ber­li­ner Weih­nachts­markt „nach Hau­se zu schi­cken“. NRW ha­be mehr­fach vor der Ge­fähr­lich­keit von Anis Am­ri ge­warnt, her­un­ter­ge­stuft wor­den sei er in Ber­lin. La­schet be­zeich­ne­te In­nen­mi­nis­ter Jä­ger da­ge­gen als „Si­cher­heits­ri­si­ko“. NRW ha­be die Mög­lich­kei­ten, den Tu­ne­si­er fest­zu­set­zen, nicht ge­nutzt.

Schu­le: Die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung ha­be 7000 zu­sätz­li­che Leh­rer­stel­len ge­schaf­fen, führ­te Kraft ins Feld. Von der CDU ken­ne sie kei­nen ein­zi­gen An­trag im Land­tag mit kon­kre­ten Vor­schlä­gen zur Ein­stel­lung von Leh­rern. „Ich las­se mir nicht im­mer von Ih­nen vor­wer­fen, wir ma­chen nicht ge­nug“, hielt sie La­schet vor. Sie räum­te aber auch ein: „Wir bei­de wis­sen, es fällt zu viel Un­ter­richt aus.“Der CDUSpit­zen­kan­di­dat be­ton­te, Un­ter­richts­aus­fall und feh­len­de

Leh­rer sei­en „die rea­len Pro­ble­me in den Schu­len“und nicht die Dau­er der Schul­zeit bis zum Abitur.

Ar­beits­markt: NRW ha­be die nied­rigs­te Ar­beits­lo­sig­keit seit 23 Jah­ren, ar­gu­men­tier­te Kraft. Es ge­be 720 000 so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­te mehr als 2010. La­schet hin­ge­gen sah beim Ab­bau der Ar­beits­lo­sig­keit ver­pass­te Chan­cen. „Wä­ren wir nur ein­mal im Schnitt der deut­schen Län­der, hät­ten wir 100 000 Ar­beits­lo­se we­ni­ger.“

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