Wirt­schafts­ver­band klagt: Bü­ro­kra­tie­ab­bau stockt

„Im­mer neue Las­ten für Be­trie­be“

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Politik - Von Bea­te Ten­fel­de

Der Deut­sche In­dus­trie­und Han­dels­kam­mer­tag ( DIHK) hat der Darstel­lung der Bun­des­re­gie­rung wi­der­spro­chen, wo­nach Un­ter­neh­men durch Bü­ro­kra­tie­ab­bau deut­lich ent­las­tet wor­den sind. Tat­säch­lich wei­se der Be­richt der Bun­des­re­gie­rung für 2016 „un­ter dem Strich kei­ne Fort­schrit­te“aus, be­klag­te DIHK-Prä­si­dent Eric Schweit­zer im Ge­spräch mit un­se­rer Re­dak­ti­on. Die Ent­las­tun­gen auf ei­ni­gen Fel­dern sei­en durch zu­sätz­li­che Las­ten, wie zum Bei­spiel die Pflicht zur An­schaf­fung neu­er Re­gis­trier­kas­sen, wie­der zu­nich­te­ge­macht wor­den.

Im­mer­hin ha­be das Jahr 2017 viel­ver­spre­chend an­ge­fan­gen, mein­te Schweit­zer. Die ge­ra­de vom Bun­des­tag be­schlos­se­ne An­he­bung der Ab­schrei­bungs­gren­ze für ge­ring­wer­ti­ge Wirt­schafts­gü­ter sei „über­fäl­lig und drin­gend not­wen­dig“. „Je­de Men­ge Spiel­raum für wei­te­re Er­leich­te­run­gen“sieht der DIHK-Prä­si­dent beim Da­ten­trans­fer zwi­schen Un­ter­neh­men und Ver­wal­tung. „Die 100 meist­ge­nutz­ten Ver­wal­tungs­leis­tun­gen soll­ten über­all in Deutsch­land flä­chen­de­ckend on­li­ne an­ge­bo­ten wer­den. Das wür­de uns al­le spür­bar ent­las­ten“, un­ter­strich der Prä­si­dent.

Am Mitt­woch hat­te das Bun­des­ka­bi­nett den Jah­res­be­richt „Bes­se­re Recht­set­zung 2016“be­schlos­sen. Da­nach hat die Ent­las­tung pro Bür­ger rein rech­ne­risch we­ni­ger als zehn Cent pro Jahr be­tra­gen. Deut­lich hö­her ist dem Be­richt zu­fol­ge die Ent­las­tungs­sum­me für Un­ter­neh­men, vor al­lem durch Maß­nah­men zum Bü­ro­kra­tie­ab­bau. Ins­ge­samt sei­en da­durch 574 Mil­lio­nen Eu­ro ein­ge­spart wor­den.

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