Eti­had pumpt wei­te­re Mil­lio­nen in Air Ber­lin

Wirt­schafts­prü­fer he­gen „be­deut­sa­me Zwei­fel“an Zu­kunft

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Wirtschaft -

Die hoch ver­schul­de­te Flug­ge­sell­schaft Air Ber­lin kann für ihr Über­le­ben auf wei­te­re Fi­nanz­sprit­zen ih­rer Groß­ak­tio­nä­rin Eti­had set­zen. Prak­tisch per Vor­kas­se über­wies die ara­bi­sche Flug­li­nie im De­zem­ber und Ja­nu­ar die ge­sam­ten 300 Mil­lio­nen Eu­ro, die Air Ber­lin für ih­re An­tei­le an der ös­ter­rei­chi­schen Flug­li­nie Ni­ki er­hal­ten soll.

En­de April folg­te jetzt ein neu­es Dar­le­hen über 350 Mil­lio­nen Eu­ro, wie aus dem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Ge­schäfts­be­richt der zweit­größ­ten deut­schen Flug­li­nie her­vor­geht. Der De­al ist aber noch nicht ge­neh­migt und schon gar nicht voll­zo­gen.

Im Ge­schäfts­be­richt er­wäh­nen die Wirt­schafts­prü­fer von KPMG mög­li­che „be­deut­sa­me“Zwei­fel, ob Air Ber­lin als Un­ter­neh­men fort­ge­führt wer­den kön­ne. „Der Kon­zern ist an­ge­wie­sen auf ei­nen Let­ter of Sup­port ei­nes we­sent­li­chen An­teils­eig­ners“, heißt es dort. „Bei sol­chen Er­klä­run­gen ver­blei­ben Zwei­fel, ob die­se im Fal­le der Not­wen­dig­keit durch­ge­setzt wer­den kön­nen.“So hat Eti­had dem Ber­li­ner Un­ter­neh­men die not­wen­di­ge Un­ter­stüt­zung zu­ge­si­chert, da­mit die Ge­sell­schaft ih­re fi­nan­zi­el­len Ver­pflich­tun­gen der nä­he­ren Zu­kunft „und in je­dem Fall in­ner­halb der kom­men­den 18 Mo­na­te ab dem 28. April 2017“nach­kom­men kann. Die Wirt­schafts­prü­fer er­teil­ten Air Ber­lins Kon­zern­ab­schluss dar­auf­hin ih­re Zu­stim­mung.

Air Ber­lin hält sich seit Jah­ren dank Kre­di­ten der ara­bi­schen Flug­li­nie Eti­had in der Luft, die gut 29 Pro­zent der Air-Ber­lin-Ak­ti­en hält.

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