Vie­le Be­trie­be su­chen Per­so­nal

Die Ar­beits­markt­zah­len des Teck­len­bur­ger Lan­des im April

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Westfälische Tagespost -

Die Be­trie­be im Teck­len­bur­ger Land ha­ben of­fen­bar gut ge­füll­te Auf­trags­bü­cher. Denn die Fir­men stel­len kräf­tig ein.

701 Stel­len­an­ge­bo­te wa­ren im April bei der Agen­tur für Ar­beit für den Ge­schäfts­stel­len­be­zirk Ib­ben­bü­ren ge­mel­det, 52 (+8 Pro­zent) mehr als im März und so­gar 126 (+21,9 Pro­zent) mehr als vor ei­nem Jahr. Al­lein im April mel­de­ten die Ar­beit­ge­ber 251 neue of­fe­ne Jobs. Seit Ja­nu­ar gin­gen 849 Stel­len­mel­dun­gen bei der Ar­beits­agen­tur in Ib­ben­bü­ren ein.

„Die kon­junk­tu­rel­len Er­war­tun­gen vie­ler Fir­men in der Re­gi­on sind gut. Da­her su­chen die Be­trie­be wei­ter­hin ver­stärkt Per­so­nal“, er­klärt Rei­ner Zwil­ling, Vor­sit­zen­der der Ge­schäfts­füh­rung der Agen­tur für Ar­beit im Kreis St­ein­furt. Dies bie­te vie­len ar­beits­lo­sen Men­schen im Kreis St­ein­furt Chan­cen auf ei­ne neue Be­schäf­ti­gung.

Es gibt al­ler­dings ein Pro­blem: Mehr als die Hälf­te al­ler ar­beits­los ge­mel­de­ten Men­schen im Kreis St­ein­furt ver­fü­ge nicht über ei­ne ab­ge­schlos­se­ne Aus­bil­dung, gibt Zwil­ling zu be­den­ken. Und dies be­trifft nicht nur die Lang­zeit­ar­beits­lo­sen. Von den in der Re­gel we­ni­ger als ein Jahr er­werbs­lo­sen Per­so­nen, die die Ar­beits­agen­tur be­treut, ha­ben rund ein Vier­tel kei­nen Be­rufs­ab­schluss. „Die Un­ter­neh­men su­chen aber vor­ran­gig Fach­kräf­te“, sagt Zwil­ling. „Wir set­zen da­her wei­ter­hin ver­stärkt auf Qua­li­fi­zie­rung und Wei­ter­bil­dung, um die Sche­re zwi­schen An­ge­bot und Nach­fra­ge zu schlie­ßen.“

2183 Frau­en und Män­ner wa­ren im April in und um Ib­ben­bü­ren ar­beits­los ge­mel­det. Fast zwei Drit­tel die­ser Per­so­nen be­zie­hen Hartz IV.

Ge­gen­über März ist die Ge­samt­zahl der Ar­beits­lo­sen um 132 Be­trof­fe­ne oder 5,7 Pro­zent zu­rück­ge­gan­gen, im Ver­gleich zum Vor­jahr al­ler­dings um 36 Per­so­nen ge­stie­gen, was auch mit der stei­gen­den Zahl von Flücht­lin­gen zu tun ha­ben dürf­te, die jetzt auf den Ar­beits­markt drän­gen. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te be­trägt in der Re­gi­on Ib­ben­bü­ren wie vor ei­nem Jahr 3,6 Pro­zent.

Trotz po­si­ti­ver Kon­junk­tur­aus­sich­ten ha­ben es äl­te­re Ar­beits­lo­se schwe­rer, ei­nen neu­en Job zu fin­den. Rund 42 Pro­zent der Be­trof­fe­nen im Raum Ib­ben­bü­ren, die von der Agen­tur für Ar­beit be­treut wer­den, sind 50 und äl­ter. Die­se Kli­en­tel wie­der in Lohn und Brot zu brin­gen kön­ne nicht al­lein Auf­ga­be der Ar­beits­agen­tur sein, meint Zwil­ling. „Hier liegt es nun an al­len Part­nern auf dem Ar­beits­markt, ge­zielt ge­gen­zu­steu­ern.“

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