Rus­si­scher Mi­nis­ter be­ein­druckt von Kal­k­rie­ser Prä­sen­ta­ti­on

Oleg Ryzh­kov zu Be­such im Va­rus­schlacht-Mu­se­um

Neue Osnabrucker Zeitung - Lotte, Westerkappeln, Mettingen, Tecklenburg - - Region -

Der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Kul­tur­mi­nis­ter Oleg Ryzh­kov hat das Va­rus­schlacht-Mu­se­um in Kal­k­rie­se be­sucht.

Im Rah­men ei­nes Fir­men­be­suchs nutz­te Ryzh­kov ge­mein­sam mit Klaus Boog, Vor­stand der Fir­ma Rem­mers AG Lö­nin­gen, und Rem­mers-Mit­ar­bei­te­rin Ka­the­ri­na Mil­ler die Ge­le­gen­heit, sich auch in Kal­k­rie­se um­zu­se­hen. Be­grüßt wur­de er von Ge­schäfts­füh­rer Jo­seph Rott­mann und Mu­se­ums­lei­te­rin Heidrun Derks.

„Kal­k­rie­se war und ist ein Stand­ort in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ter For­schung. Der Be­such des stell­ver­tre­ten­den rus­si­schen Kul­tur­mi­nis­ters zeigt ein­mal mehr die in­ter­na­tio­na­le Strahl­kraft und Be­deu­tung die­ses Pro­jekts“, freu­te sich Rott­mann.

Bei ei­nem Rund­gang durch die Aus­stel­lung zur Va­rus­schlacht konn­te sich der

Kul­tur­po­li­ti­ker ein Bild vom Schlacht­ver­lauf, der span­nen­den Ent­de­ckungs­ge­schich­te von Kal­k­rie­se und dem ak­tu­el­len Stand der Wis­sen­schaft ma­chen. Hoch in­ter­es­siert

zeig­te sich Rzyh­kov, der auch Lei­ter der Fö­de­ra­len Staat­li­chen Agen­tur für die Ver­wal­tung und Nut­zung der ge­schicht­li­chen und kul­tu­rel­len Denk­mä­ler (AUIPIK)

ist, be­son­ders an der Mu­se­ums­kon­zep­ti­on von Kal­k­rie­se. Hin­ter­grund sind sei­ne Pla­nun­gen auf der Or­dens­burg Bal­ga in der Nä­he von Ka­li­nin­grad. Hier möch­te der Denk­mal­schüt­zer in den kom­men­den Jah­ren die wech­sel­haf­te Ge­schich­te der Er­eig­nis­se auf der Burg vom Mit­tel­al­ter bis zum En­de des Zwei­ten Welt­krie­ges dar­stel­len.

Für den stell­ver­tre­ten­den Kul­tur­mi­nis­ter ist es ein gro­ßes An­lie­gen, in sei­nem Land ein neu­es Be­wusst­sein für den Er­halt und die Nut­zung des his­to­ri­schen Er­bes zu schaf­fen. In die­sem Zu­sam­men­hang konn­ten vie­le Par­al­le­len zum Pro­jekt Kal­k­rie­se ge­zo­gen wer­den. Die zen­tra­le Fra­ge: Wie schafft man es durch ei­ne ad­äqua­te Prä­sen­ta­ti­on, ein Er­eig­nis von dem heu­te nichts mehr zu se­hen ist, ver­ständ­lich und an­schau­lich für die Öf­fent­lich­keit auf­zu­be­rei­ten? Im Ge­spräch mit Mu­se­ums­lei­te­rin Derks und Ge­schäfts­füh­rer Rott­mann be­ton­te Oleg Rzyh­kov sei­ne Be­geis­te­rung für die Darstel­lung der Va­rus­schlacht und For­schungs­ge­schich­te in Kal­k­rie­se. Be­son­ders der Ein­satz von Me­di­en und der mo­der­ne Ver­mitt­lungs­an­satz über­zeug­ten ihn.

Klaus Boog be­ton­te im Hin­blick auf die ge­gen­wär­ti­ge Kri­se in der Ukrai­ne die Be­deu­tung des kul­tu­rel­len Aus­tau­sches mit Russ­land: „Ich per­sön­lich hal­te es für falsch, wenn freund­schaft­li­che Be­zie­hun­gen und Kon­tak­te, wie sie die Fir­ma Rem­mers seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten pflegt, des­halb auf­ge­ge­ben wer­den sol­len.“Bei sei­ner fünf­tä­gi­gen Rei­se be­such­te der stell­ver­tre­ten­de rus­si­sche Kul­tur­mi­nis­ter Oleg Ryzh­kov un­ter an­de­rem das Mu­se­ums­dorf Clop­pen­burg und Hof Kas­sel­mann in Ha­gen a.T.W.

Fo­to: Va­rus­schlacht im Os­na­brü­cker Land/Her­mann Pen­ter­mann

Sehr in­ter­es­siert zeig­te sich Oleg Ryzh­kov (Mit­te) am Va­rus­schlacht-Mu­se­um. Jo­seph Rott­mann und Heidrun Derks er­läu­ter­ten Ryzh­kov so­wie Ka­the­ri­na Mil­ler und Klaus Boog (v. l.) die Kon­zep­ti­on.

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